Sport : Zurück im Spiel

Deutschland ist bei der Feldhockey-Weltmeisterschaft wieder im Spiel. Einen Tag nach dem 2:3 gegen Spanien ließ das Team von Bundestrainer Bernhard Peters seinen Frust über die erste Niederlage beim souveränen 3:0-Erfolg an Belgien ab - und hat dank Schützenhilfe wieder gute Aussichten, das Halbfinale zu erreichen. Denn Außenseiter Argentinien setzte sich am Donnerstag in Kuala Lumpur überraschend mit 2:1 gegen Rekordweltmeister Pakistan durch. Und da Spanien dem Titelverteidiger Holland ein 1:1 abtrotzte, ist in der schweren Gruppe A wieder alles offen.

"Meine Mannschaft hat mich heute wieder überzeugt. Sie hat sich rehabilitiert und eine gute Leistung abgeliefert", sagte Peters. Mehr noch als den dritten Erfolg im vierten Gruppenspiel nahmen der Bundestrainer und seine Spieler aber die Punktverluste der Konkurrenz mit Zufriedenheit zur Kenntnis. "Unsere Ausgangsposition hat sich wieder deutlich verbessert", sagte Torschütze Björn Michel, der für CUS Turin spielt. Denn hinter den Niederlanden und Spanien (je 10 Punkte) rückte Deutschland auf Platz drei vor. Am Samstag geht es gegen Neuseeland, ehe die entscheidenden Duelle gegen Holland und Pakistan folgen.

Anders als bei der Niederlage gegen Spanien ließ der hohe Favorit gegen die Belgier nichts anbrennen. Zwar dauerte es gegen den aufstrebenden EM-Vierten von 1999 aus dem Nachbarland 24 Minuten, ehe Sebastian Biederlack den Bann brach. Doch in der Folge bauten Sascha Reinelt (27.) und Björn Michel (54.) den Vorsprung weiter aus. Trotz des ungefährdeten Sieges wurde aber, wie schon in den ersten Partien, die Schwäche bei Strafecken deutlich. Nur Michel traf - zehn weitere Versuche blieben erfolglos.

"Bei den Ecken müssen wir besser treffen, sonst besteht die Gefahr, dass wir bei knappen Matches Probleme bekommen", forderte Michel, der stärkster deutscher Akteur war. Zu den ersten beiden Toren leistete er die Vorarbeit, Treffer Nummer drei steuerte er selbst bei. Es war sein drittes Tor in Malaysia und sein 153. in Länderspielen überhaupt. Damit fehlen dem 27-jährigen Blondschopf nur noch zwei Treffer, um Carsten Fischer als Rekordtorschützen des Deutschen Hockey-Bundes abzulösen.

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