Sport : Zurück in der Krise

Eisbären verlieren 3:6 beim Tabellenletzten

Werner Nieleck

Duisburg - Der Deutsche Meister schien auf dem Weg aus der Krise sein. Schließlich hatten die Eisbären zuletzt inklusive Pokal dreimal klar gewonnen. Ihre acht Niederlagen in Serie waren fast schon vergessen. Auch gestern deutete zunächst im Spiel beim Tabellenletzten der Deutschen Eishockey-Liga (DEL), dem EV Duisburg, nichts darauf hin, dass die Eisbären einen Rückschlag erleiden könnten. Schließlich führten sie nach Toren von Deron Quint und Cole Jarrett in der Duisburger Scania-Arena schon 2:0. Was sich dann aber ereignete, war in der Nähe eines Debakels: Die Eisbären kassierten im zweiten Drittel fünf Tore und verloren schließlich 3:6 (1:0, 1:5, 1:1).

Die Eisbären machten es dem wacker kämpfenden Außenseiter mit ihren vielen Fehlern im Mittelabschnitt gestern erstaunlich leicht. So leitete etwa der routinierte Verteidiger Andy Roach das dritte Duisburger Tor mit einem Fehlpass auf den nicht eben als Torjäger bekannten Franz Fritzmeier ein. Fritzmeier schoss dann gegen den Berliner Torwart Youri Ziffzer sein erstes DEL-Tor seit mehr als einem Jahr. Immerhin machte Roach seinen Fehler im Schlussabschnitt mit dem Treffer zum 3:5 wieder gut und danach war den Berlinern das Bemühen nicht abzusprechen. Doch ihr Aufbäumen kam zu spät: Baschkatow gelang vier Minuten vor Schluss das Tor zum 6:3 für Duisburg, die zehnte Niederlage der Eisbären im 15. Punktspiel war besiegelt.

Pierre Pagé war nach der Schlusssirene die Laune gründlich vermiest. Der Berliner Trainer brauchte eine Zeit lang, bis er sich äußerte. „Ich bin vorher gefragt worden, ob meine Spieler nicht schon das schwere Spiel am Sonntag in Hannover im Hinterkopf hätten und daher Duisburg unterschätzen könnten“, sagte er. „Da habe ich gesagt: Das glaube ich nicht. Heute glaube ich das aber schon.“ Er hoffe dringlichst, dass seine Mannschaft etwas aus dem gestrigen Spiel lerne. Das erscheint auch nötig: Denn sollten sich die Berliner am Sonntag wieder solche Aussetzer leiten wie in Duisburg, dürften sie am Sonntag in Hannover wohl wenig Grund zur Freude haben.

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