Sport : Zurück zum Trubel

US Open: Kaum Schäden nach Hurrikan „Irene“

Petra Philippsen

New York - Hoch oben auf dem Arthur-Ashe-Stadium ragten am Montagmorgen nur die kargen Masten in den blauen Himmel über Flushing Meadows. Sie waren die einzigen Indizien dafür, dass New York an diesem Wochenende stürmische Zeiten erlebt hatte. Die vielen bunten Flaggen waren vorsorglich eingeholt worden. Sie hätten ein Treffen mit Wirbelsturm „Irene“ wohl nicht überstanden. Doch die Bewohner der Millionenmetropole waren wie auch die größte Tennisanlage der Welt glimpflich davongekommen. Mehr als ein paar überflutete Straßen und umgeknickte Bäume hatte New York nicht zu verzeichnen gehabt.

Was in weiten Teilen der Ostküste zunächst als Hurrikan der Stufe zwei mit zerstörerischer Kraft gewütet hatte, wurde bei seiner abgeflauten Ankunft in New York zum tropischen Sturm herabgestuft. Bereits am Samstagmittag konnte Bürgermeister Michael Bloomberg die Evakuierung für die tiefer gelegenen Stadtgebiete aufheben. Das bedeutete auch für die Tennisprofis, dass sie nach 24 Stunden ihre Hotels in Manhattan wieder gefahrlos verlassen durften. Flushing Meadows blieb am Sonntag Sperrgebiet, das Training fiel aus. „Wir stehen gut da, es gibt nur minimale Schäden“, sagte ein Turniersprecher. Die einzige Sorge stellte das öffentliche Verkehrssystem dar, das erstmals komplett lahmgelegt worden war. Die für die US Open entscheidende U-Bahn-Linie 7 verkehrte aber am Montag wieder. Um den Andrang besser zu koordinieren, wurde der Spielbeginn zwischen 11 und 13 Uhr aufgefächert.

Nichts deutete mehr darauf hin, dass hier vor kurzem noch Ausnahmezustand geherrscht hatte, als um 10 Uhr die Tore öffneten und der hektische Trubel zurückkehrte. Es fanden bereits die ersten Matches statt, Julia Görges schlug Kristina Barrois im deutschen Duell 6:3, 6:2. Auch das Wetter war am Montag so sonnig-schwül wie vor dem Sturm. Die Prognosen für die nächsten Wochen versprechen weiter Temperaturen von 27 Grad und mehr. Das wären auch für Sabine Lisicki optimale Bedingungen. Die Anreise aus Dallas war es für die Berlinerin nicht. Sie saß in Texas fest und konnte erst am Montag ins Flugzeug steigen, als die New Yorker Flughäfen wieder öffneten. Petra Philippsen

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