Sport : Zwei Ausfälle, wenig Chancen

Alba reist mit Personalproblemen zu Real Madrid

Benedikt Voigt

Berlin - Am besten lief es für Alba Berlin am vergangenen Wochenende in Malaga. Dort gewannen die Basketballer von Real Madrid im Pokalwettbewerb „Copa del Rey“ am Freitag das Viertelfinale, am Samstag das Halbfinale und unterlagen erst am Sonntag im Finale dem FC Barcelona (53:69). „Die werden ein bisschen müde sein“, sagt Trainer Henrik Rödl vor dem heutigen Achtelfinalrückspiel im Uleb-Cup (Beginn 21 Uhr, ab 22 Uhr live im Fernsehen und Internet bei Eurosport 2). Das Hinspiel hatten die Berliner 65:74 verloren, nur ein Sieg mit zehn Punkten oder mehr hilft ihnen ins Viertelfinale des Uleb-Cups. Weshalb sich Rödl über das stressige Wochenende des Gegners freuen könnte – wenn es in Berlin besser gelaufen wäre.

Als Alba Berlin gestern Mittag mit der Iberia-Maschine IB 3551 nach Madrid flog, fehlten Julius Jenkins und Philip Zwiener. Der amerikanische Flügelspieler liegt grippekrank im Bett. „Vielleicht kann Julius Jenkins heute noch nachfliegen“, sagt Teammanager Henning Harnisch, „aber ich glaube nicht daran.“ Zwiener hingegen wird auf keinen Fall nachkommen, er wird heute am Ringfinger der rechten Hand operiert, den er sich im Zweitligaspiel mit TuS Lichterfelde gebrochen hatte. „Das ist ärgerlich“, sagt Harnisch, „er hat gerade sein wichtigstes Spiel in Richtung Alba gemacht.“ Neun Punkte hatte Zwiener am Mittwoch bei der Heimniederlage gegen Köln (67:70) erzielt. Als zehnter Spieler musste nun der 18 Jahre alte Nachwuchsakteur Oskar Faßler nach Spanien mitfliegen. „Er wird ins kalte Wasser geschmissen“, sagt Harnisch.

Die Personalprobleme trüben die ohnehin nicht großen Aussichten auf ein Weiterkommen, zumal Aufbauspieler William Avery (Knieprobleme) noch nicht beschwerdefrei ist. „Man muss realistisch sein, die Chancen sind nicht sonderlich groß“, sagt Harnisch. Die Berliner Spieler übten zuletzt vermehrt das Rebounden, das sich gegen Köln und Madrid als Manko herausgestellt hatte. „Zum Weiterkommen braucht man aber ein besonderes Spiel“, sagt Rödl, „da muss man in allen Bereichen gut spielen.“ Immerhin, der Trainer glaubt noch dran.

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