Sport : Zwei Fehler, drei Gegentore, keine Punkte

Der HSV verliert trotz früher Führung 2:3 in Hannover

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Hannover (dpa/Tsp). Klaus Toppmöller ist ein sehr emotionaler Mensch. Er lebt Fußball, er liebt Fußball, aber an diesem Abend hatte ihm seine Leidenschaft wieder einmal die Laune verdorben. „Unfassbar“, sagte der Trainer des FußballBundesligisten Hamburger SV nach der 2:3-Niederlage seiner Mannschaft bei Hannover 96. „Mit solchen Fehlern kann man kein Spiel gewinnen.“ Schon in der siebten Minute hatte Sergej Barbarez das 1:0 für den HSV erzielt. Per Kopf hatte er eine Maßflanke von Raphael Wicky zum frühen Führungstor genutzt. Doch das siebte Saisontor des bosnischen Nationalspielers bescherte den Gästen nur eine trügerische Sicherheit.

Denn bald leitete Routinier Bernd Hollerbach mit einem Handspiel im eigenen Strafraum die Niederlage der Hamburger ein. Den folgenden Elfmeter verwandelte Nebojsa Krupnikovic zum 1:1. Beim 2:1 für Hannover war es Marcel Maltritz, der hilfreich zur Seite stand. Sein missglückter Kopfball in der Mitte der eigenen Hälfte ging in die falsche Richtung. Thomas Brdaric verlängerte auf Clint Mathis, der nahezu freie Bahn hatte. Toppmöller griff sich fassungslos an den Kopf. Für den US-Amerikaner, der erst in der Winterpause nach Hannover gewechselt war, bedeutete dieses Tor einen glänzenden Einstand bei seinem neuen Klub.

Auch der zweite Neue bei Hannover führte sich gut ein. Eine Viertelstunde vor Schluss erzielte der Spanier Jaime das 3:1 für seine Mannschaft. Der kurz zuvor eingewechselte Bernardo Romeo konnte im Gegenzug nur noch auf 2:3 verkürzen. Der erst dritte Heimsieg für Hannover in dieser Saison geriet noch mal in Gefahr, doch es blieb beim 3:2 für die Gastgeber, die ins gesicherte Mittelfeld vorrückten.

„Der Sieg war verdient, aber auf die Aufregung in den letzten Minuten hätte ich gerne verzichtet“, sagte Hannovers Trainer Ralf Rangnick. „Mit Mathis und Jaime haben wir mehr spielerisches Potenzial. Endlich haben wie die Torchancen einmal genutzt. Einen besseren Start hätte man sich nicht vorstellen können.“

Der enttäuschende HSV konnte dagegen seine Ambitionen auf eine Qualifikation für den Europapokal kaum rechtfertigen. Das Team von Trainer Klaus Toppmöller, das am Ende des vergangenen Jahres in sechs Spielen ohne Niederlage geblieben war, verschenkte wieder einmal in einer Schlüsselpartie wichtige Punkte. Zu viele Abwehrmängel, zu wenig Kreativität im Mittelfeld und eine zu schlechte Chancenverwertung verhinderten einen Erfolg der Hamburger.

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