Sport : Zwei Mann im Abseits

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Otterstadt (dpa). Der FC Bayern München sorgt sich um seinen jüngsten Stürmer. Roque Santa Cruz musste das Trainingslager des Weltpokalsiegers schon am ersten Tag wegen einer Sprunggelenksverletzung wieder abbrechen. Wie lange der 20-Jährige pausieren muss, ist offen. Trainer Ottmar Hitzfeld sagte in einer ersten Reaktion, Santa Cruz könnte „Wochen, wenn nicht Monate“ ausfallen. Dennoch lässt er einen anderen Stürmer ziehen. „Carsten Jancker kann auf jeden Fall gehen“, erklärte Hitzfeld. „Die Freigabe gilt auch, falls Roque Santa Cruz für längere Zeit verletzt sein sollte.“

Nach Monaten des Frusts in München rückt somit Janckers Wechsel näher. Dem Vernehmen nach verhandelten die Münchner am Montag mit Galatasaray Istanbul, auch der italienische Erstligist Udinese Calcio wirbt um den Bayern-Stürmer. „Ich gehe davon aus, dass Carsten am kommenden Montag nicht mehr bei Bayern antritt“, sagte sein Berater Roland Grahammer. Man habe sich mit Udine auf einen Dreijahresvertrag geeinigt, hieß es weiter. Doch auch Galatasaray will den 27-Jährigen für drei Jahre. Bislang hatte sich die auf fünf Millionen Euro geschätzte Ablösesumme als Hindernis erwiesen. Der Nationalspieler selbst, der derzeit noch auf Kreta Urlaub macht, hat sich noch nicht entschieden.

Hitzfeld verwies auf die vielen Alternativen, die die Bayern haben. Mit Giovane Elber, Claudio Pizarro, dem Rekonvaleszenten Alexander Zickler sowie den offensiven Mittelfeldspielern Ze Roberto, Hasan Salihamidzic und Mehmet Scholl sind einige Variationen möglich. Santa Cruz verbrachte den Montag beim Bayern-Arzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt. Der 20-Jährige hatte sich am Sonntagabend im Testspiel gegen die deutsche U19-Auswahl (6:0) im Zweikampf mit Junioren-Kapitän Moritz Volz (Arsenal London) verletzt. Erst im Vorjahr hatte er wegen eines Bänderrisses im linken Knöchel lange pausieren müssen.

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