Sport : Zwei Neue für Hertha Domowtschiski und Arguez kommen

Stefan Hermanns

Berlin - Vielleicht hätte es Waleri Domowtschiski besser so gemacht wie in seiner Heimat Bulgarien. Bei Lewski Sofia hat er das Trikot mit der Nummer 17 getragen – und seinen Vornamen auf dem Rücken. Diese Lösung hätten auch die Fans von Hertha BSC bevorzugt. So richtig wissen sie nämlich nicht, wie man den Nachnamen des 21 Jahre alten Stürmers korrekt ausspricht. Ein halbes Jahr haben sie nun Zeit, sich an Waleri Domowtschiski zu gewöhnen; und ein halbes Jahr hat Waleri Domowtschiski Zeit, sich für mehr zu empfehlen. Der Berliner Fußball-Bundesligist hat den Bulgaren bis zum Saisonende ausgeliehen – mit anschließender Kaufoption. Auch der Transfer des 19 Jahre alten US-Amerikaners Bryan Arguez wurde gestern perfekt gemacht. Der Mittelfeldspieler, der mit Hertha bereits im Trainingslager auf Teneriffa war, erhielt einen Vertrag bis zum 30. Juni 2011.

Bereits gestern Abend kam Domowtschiski zum ersten Einsatz für seinen neuen Arbeitgeber: Mit der Nummer 23 und mit dem Nachnamen auf den Trikot. Herthas Trainer Lucien Favre wechselte den Bulgaren zur Halbzeit des Testspiels gegen Germania Schöneiche ein. Groß auffallen konnte Domowtschiski in dem einseitigen Spiel gegen den Oberligisten nicht. Hertha siegte nach je zwei Treffern von Marko Pantelic, Solomon Okoronkwo sowie Toren von Chinedu Ede, Patrick Ebert und Sofian Chahed 7:0 (5:0), und Favre sagte nach dem letzten Test vor der Bundesliga-Rückrunde über seinen neuen Spieler: „Es war heute schwierig für ihn.“ Schließlich habe Domowtschiski am Morgen erst die medizinische Untersuchung gehabt und nur einmal nachmittags kurz mit der Mannschaft trainiert.

Domowtschiski, obwohl Linksfuß, ist nicht als Gilbertos Nachfolger fürs linke Mittelfeld vorgesehen. Der Brasilianer wird ja nach Lage der Dinge zu Tottenham Hotspur in die englische Premier League wechseln. Die Berliner glauben in Domowtschiski ein weiteres viel versprechendes Talent verpflichtet zu haben. Favre sagt: „Er ist schnell, wendig und quirlig.“ Der Transfer Domowtschiskis sei „mit wenig Risiko“ verbunden. „Ich habe ihn nur auf DVD gesehen, aber das reicht manchmal“, sagt der Trainer. In der bulgarischen A-Nationalmannschaft ist der 21-Jährige bereits zweimal zum Einsatz gekommen. Für Lewski hat er in 70 Ligaspielen 42 Tore erzielt. In zwölf Uefa-Cup-Spielen mit Lewski traf er erst ein einziges Mal. Stefan Hermanns

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