Sport : Zwei Platzverweise, drei Gegentore

Hertha BSC verliert nach schwacher Leistung bei Feyenoord Rotterdam

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Berlin Das Testspiel gegen Feyenoord Rotterdam gestern Nachmittag hatte noch längst nicht begonnen, da gab es schon zwei schlechte Nachrichten für den Fußball-Bundesligisten Hertha BSC. Dick van Burik hat sich verletzt, er hat am Samstag im Training einen Schlag auf die ohnehin schon gereizte Achillessehne bekommen. Der 31-jährige Innenverteidiger der Berliner musste sich die Begegnung, die vor 20 000 Zuschauern im Stadion De Kuip 3:0 (0:0) für Feyenoord endete, von der Ersatzbank aus ansehen.

Arne Friedrich flog gar nicht erst mit nach Rotterdam: Den Mannschaftskapitän plagen Rückenschmerzen, weshalb kurzfristig entschieden wurde, ihn pausieren zu lassen. „Am Montag werde ich mich behandeln lassen. Ich bin aber optimistisch, bereits am Dienstag wieder trainieren zu können“, sagte der 26-Jährige. Auch Dick van Burik wird voraussichtlich schon übermorgen wieder mit seiner Mannschaft trainieren können. Heute haben die Spieler trainingsfrei.

Vorausgesetzt, Falko Götz wird seinen Profis die Pause tatsächlich gönnen. Denn Herthas Trainer war unzufrieden mit seiner Mannschaft. „Die Generalprobe ist misslungen“, sagte er. „In einigen Phasen waren wir undiszipliniert.“ Damit meinte Götz wohl insbesondere Andreas Neuendorf und Solomon Okoronkwo. Neuendorf erhielt wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte, Okoronkwo nach einer Tätlichkeit die Rote. Beide wurden zu Beginn der zweiten Halbzeit des Feldes verwiesen.

In der ersten Halbzeit hatten die Berliner das Testspiel zumindest noch ausgeglichen gestalten können, hatten nach etwa 30 Minuten sogar eine gute Tormöglichkeit, die Mittelfeldspieler Marcelinho vergab. In der zweiten Halbzeit war Feyenoord dann sehr überlegen und schoss verdient drei Tore. Rotterdams Dirk Kuyt traf, als noch zehn Berliner auf dem Platz weilten, Salomon Kalou und Danko Lazovic schossen ihre Tore nach dem zweiten Platzverweis.

Für die Berliner war es das letzte ernsthafte Testspiel vor dem Beginn der Bundesliga am 6. August bei Hannover 96. „Ich erwarte von meinen Spielern, dass sie sich aufdrängen wollen“, hatte Götz vor der Begegnung gesagt. Bei seiner Mannschaft schienen diese Worte nicht angekommen zu sein. „Ich werde intern Konsequenzen daraus ziehen“, sagte Götz nach dem Spiel.

Vor knapp einer Woche beim Testspiel in Bozen gegen den AS Rom hatte Götz die Mannschaft öffentlich bereits scharf für ihre schwache Leistung in der ersten Halbzeit kritisiert, obwohl die Berliner das Spiel im Elfmeterschießen noch gewannen. Wirklich überzeugen konnte Hertha in der Vorbereitung auf die Saison noch in keinem Spiel. Mit Rom konnte Hertha nur einen ernst zu nehmenden Gegner in der Vorbereitung schlagen. Gegen den FC Thun, den VfB Stuttgart und gestern gegen Rotterdam verloren die Berliner.

Eine echte Gelegenheit, um sich für die schwachen Leistungen zu rehabilitieren, bleibt Hertha nicht mehr: Am Dienstag bestreitet der Klub das letzte Testspiel vor dem Start der Bundesliga im Stadion der Freundschaft gegen Eintracht Königs Wusterhausen.

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