Sport : Zwei Posten für ein Ziel

Jürgen Kohler wird in Duisburg Trainer und Sportdirektor

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Jürgen Kohler wird in Duisburg Trainer und Sportdirektor

Duisburg - Wenn der MSV Duisburg tatsächlich absteigen sollte aus der Fußball-Bundesliga – an seinem Trainer kann es ganz bestimmt nicht gelegen haben. Vereinschef Walter Hellmich stellte den neuen Übungsleiter Jürgen Kohler jedenfalls als den perfekten Mann vor. „Er ist geradlinig, besitzt Fußball-Sachverstand, hat Format, ist zuverlässig und ehrlich – er bringt alles mit, was ein Trainer mitbringen sollte. Wir sind happy, ihn bekommen zu haben“, sagte Hellmich.

Einen ausgezeichneten Trainer haben die Duisburger auch dringend nötig, denn sie sind als einziger Bundesligaklub in dieser Saison auswärts noch ohne Sieg. Während der Winterpause bleiben sie auf Tabellenplatz 17. „Es darf nicht passieren, dass wir die Liga sofort wieder verlassen“, betonte Hellmich, der Kohler einen Vertrag bis 2007 ausstellte. „Wir wollen am Ende den 14. Platz einnehmen“, sagte Kohler bei seiner Vorstellung am Sonntag. Er soll für den MSV als Trainer und Sportdirektor in Personalunion tätig werden.

Kohler soll mit einem neuen Trainerteam und möglicherweise bis zu drei Verstärkungen in die Rückrunde gehen können. Zudem wird der 105-malige Nationalspieler, der seit dem 29. Juli 2004 nach seiner 15-monatigen Amtszeit als Sportdirektor bei Bayer Leverkusen ohne Anstellung war, in dieser Funktion auch beim MSV „erweiterte Aufgaben übernehmen. Es ist eine Position, die vieles abdeckt. Sein Hauptaugenmerk wird in den nächsten Wochen und Monaten aber darin liegen, sich um das Team zu kümmern“, stellte Hellmich klar.

Dass der einstige Bundesliga-Profi, der 2002 und 2003 die U-21-Nationalmannschaft des DFB trainierte, keine unmögliche Mission übernimmt, unterstrich nicht zuletzt das 1:1 in Mainz – das dritte Unentschieden in Serie, das zweite unter Interimscoach Heiko Scholz. Dieser hat die Mannschaft anderthalb Wochen betreut, nachdem Norbert Meier wegen der Kopfstoß-Affäre gekündigt worden war.

„Wir freuen uns auf die Rückrunde mit dem neuen Trainer“, sagte Tobias Willi, der in Mainz genau wie seine Mitspieler erst in der zweiten Hälfte ins Spiel fand und den späten, verdienten Ausgleich durch Uwe Möhrle bejubeln durfte. „Es war ein Tor fürs Herz“, befand Willi, nachdem Antonio da Silva die Mainzer in Führung gebracht hatte. In dem teilweise rasanten Spiel bewies Duisburg Moral und ließ sich auch vom fehlenden Glück bei Pfosten- und Lattentreffern von Dirk Lottner und Thomas Baelum nicht beirren. Hellmich sagte: „Die Mannschaft lebt. Das gibt uns Hoffnung.“ dpa

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