Sport : Zwei Schwergewichte für die Eisbären: Brière und Giroux wechseln nach Berlin

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Berlin - Es ist der beste Zeitpunkt, um einen Job in Deutschland anzunehmen. „Gerade rechtzeitig zum Oktoberfest“ machen sich Daniel Brière und Claude Giroux auf nach Berlin, so meldete es am späten Donnerstagabend ein Nachrichtenportal aus Philadelphia. Wenn die beiden kanadischen Eishockeyprofis da mal nicht am falschen Ort landen. Aber immerhin, Bratwurst gibt es auch in der Arena am Ostbahnhof. Und da soll das zuvor bei den Philadelphia Flyers in der National Hockey-League (NHL) spielende Duo künftig für die Eisbären stürmen.

In der Nacht zum Freitag sollten die beiden Kanadier einen Vertrag beim deutschen Eishockeymeister unterschreiben, Laufzeit bis Saisonende – wenn der Arbeitskampf und die daraus resultierende Spieleraussperrung nicht vorher endet. Die Eisbären wollten das Engagement der beiden NHL-Profis gestern nicht vor den Vetragsunterzeichnungen vermelden. Der Spieleragent der beiden Profis dagegen meldete in Nordamerika gegenüber dem Sportsender ESPN Vollzug. Der Deal ist durchaus eine Überraschung. Die beiden Profis waren in den vergangenen Jahren Leistungsträger der Flyers, mit denen sie 2009/2010 auch das Finale um den Stanley-Cup erreichten. Giroux ist inzwischen ein absolutes NHL-Schwergewicht. Mit 93 Scorerpunkten war der 24-jährige Außenstürmer in der vergangenen Saison drittbester Scorer der Liga. Gleichwohl ist Brière der prominentere Spieler. Der Center, der am Samstag 35 Jahre alt wird, wurde 2004 Weltmeister mit Kanada und verdiente in Philadelphia sieben Millionen Dollar pro Saison, Giroux bekam nur 3,5 Millionen Dollar. Allein die Versicherungssummen für die beiden Stürmer dürften die Eisbären ein Vermögen kosten. Aber dafür können die Berliner nun von sich behaupten, dass sie zwei der weltbesten Angreifer in ihrem Kader haben.

Frühestens zum Einsatz kommen dürften Brière und Giroux am Freitag kommender Woche im Heimspiel gegen die Kölner Haie. Heute in Nürnberg (19.30 Uhr, live unter www.laola1.tv im Internet) und am Sonntag gegen die Hamburg Freezers müssen die Eisbären noch ohne NHL-Verstärkung auskommen. Claus Vetter

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