Sport : Zwei Trainer wechseln den Ton

Thomas Schaaf ist ein recht ruhiger Vertreter der Trainerzunft. Mitunter ein bisschen wortkarg und spröde, aber immerhin kein Schaumschläger. Werder Bremens Fußballer werden ihren Lehrmeister Anfang der Woche etwas lauter als sonst erleben. "Wir müssen jetzt schwer in die Kritik gehen", kündigte Schaaf nach der 0:1 (0:1)-Niederlage seiner Elf bei Borussia Mönchengladbach an und erklärte auch gleich, warum er die Tonlage wechseln wird: "Ich bin sehr enttäuscht. Vor allem unsere kämpferische Leistung war nicht in Ordnung."

Zum Thema Bundesliga aktuell: Ergebnisse und Tabellen
Bundesliga-Tippspiel: Das interaktive Fußball-Toto von meinberlin.de Die Borussia vertrieb sich mit ihrem Sieg vor 28 600 Zuschauern am Bökelberg ein wenig die Sorgen im Abstiegskampf. Das Tor erzielte der Belgier Peter van Houdt in der 37. Minute per Kopf. "Der Sieg geht in Ordnung, aber unsere Situation ist nicht sorgenfrei", befand Gladbachs Trainer Hans Meyer. Ein salomonischer Satz. Früher war Schaaf für solch gewogenen Worte bekannt.

Die technisch durchaus versierten, aber viel zu verhalten spielenden Bremer hatten im ersten Abschnitt lediglich durch Nationalspieler Marco Bode mal eine torgefährliche Situation. Ansonsten blieben die Angriffsbemühungen nordisch unterkühlt. Erst mit der Einwechslung Ailtons wurde das Offensivspiel der Bremer produktiver. Der von den mitgereisten Werder-Fans stürmisch geforderte Brasilianer, der wegen zuletzt schwacher Leistungen zunächst nur auf der Bank saß, sorgte gleich nach seiner Einwechslung für viel Wirbel im Strafraum der Borussia. Die Gladbacher gerieten in der zweiten Halbzeit mächtig unter Druck und hatten selbst nur noch wenige Konter-Chancen. Doch mit Glück und Geschick retteten sie den Sieg über die Zeit. Kein Wunder, dass Meyer nicht in Euphorie verfiel, sondern sich so gab wie sonst sein Kollege Schaaf: nordisch unterkühlt.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben