Sport : Zwei weiter, zwei nicht

Stuttgart und HSV erreichen die Gruppenphase im Uefa-Cup – Leverkusen und Mainz sind draußen

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Der Hamburger SV erreichte am Abend nach einem dramatischen Spiel beim FC Kopenhagen in letzter Sekunde einen 1:0Erfolg. Nach dem 1:1 im Hinspiel hatte der Tabellenzweite der Bundesliga unbedingt ein Tor erzielen müssen. Doch zunächst konnten die Hamburger selbst einen Foulelfmeter von Sergej Barbarez nicht nutzen. In der hektischen Schlussphase sah Khalid Boulahrouz auch noch die Gelb-Rote Karte nach wiederholtem Foulspiel. In der Nachspielzeit entschied der Schiedsrichter in einer umstrittenen Szene erneut auf Handelfmeter. Diesmal traf Rafael van der Vaart.

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Der VfB Stuttgart hat in Domzale ein denkwürdiges Uefa-Cup-Spiel erlebt. Allerdings nur, weil die Bedingungen nach heftigen Regenfällen irregulär waren und nahezu der gesamte Platz unter Wasser stand. Spielerisch hingegen hat sich der Bundesligist beim 0:1 im Erstrunden-Rückspiel beim slowenischen Tabellenführer NK Domzale blamiert. Nur aufgrund des 2:0 aus dem Hinspiel kam die Mannschaft von Trainer Giovanni Trapattoni in die Gruppenphase weiter. Der Slowene Dalibor Stevanovic hatte in der 16. Minute das einzige Tor im Dauerregen erzielt. „Es ging nur darum, den Ball möglichst weit vom eigenen Tor weg zuhalten“, sagte Trapattoni. Beinahe wäre die Partie abgesagt worden, doch Schiedsrichter Jacek Granat aus Polen entschied nach einer Besprechung mit der Platzkommission, dass das Spiel angepfiffen wird. Der Unparteiische hatte bis zum Schluss Mühe, zwischen Fouls und Ausrutschern zu unterscheiden. Mit der Gelb-Roten Karte in der zweiten Halbzeit für den slowenische Abwehrspieler Luka Elsner lag er allerdings richtig. Sportdirektor Herbert Briem sagte: „Hauptsache, wir sind durch, mit Fußball hatte das nichts zu tun.“

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Umgekehrt verhielt es sich für Bayer Leverkusen . Zwar strahlte für den Bundesligisten im Rückspiel bei ZSKA Sofia die Sonne, doch nach einer schwachen Vorstellung schied Leverkusen mit 0:1 bereits in der ersten Runde aus dem Uefa-Cup aus. Das Hinspiel hatte Leverkusen mit dem selben Ergebnis verloren. „Das hatten wir uns anders vorgestellt“, sagte Interimscoach Rudi Völler. „Die Mannschaft hat alles gegeben, aber wer in 180 Minuten kein Tor erzielt, kann nicht weiterkommen“, sagte er. Der einstige Champions-League-Finalist muss mit der Niederlage, die der Marokkaner Mourad Hdiouad in der 67. Minute besiegelte, einen Imageverlust verkraften.

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Weniger dramatisch ist das Ausscheiden aus dem Uefa-Pokal für den FSV Mainz 05 . Der Bundesligist verlor das Erstrunden-Rückspiel gegen den FC Sevilla 0:2 (0:2) und schied nach dem torlosen Unentschieden im Hinspiel aus. Vor der Vereins-Rekordkulisse von 33400 Zuschauern in der Frankfurter Commerzbank-Arena erzielte Frederic Kanouté in der ersten Halbzeit beide Treffer für Sevilla. Für Mainz traf lediglich Michael Thurk einmal den Pfosten. Die über die Fair-Play-Wertung in den Europapokal gerutschten Mainzer wurden von ihren Anhängern trotzdem gefeiert.kad, dpa

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