Sport : Zweimal Gold, einmal Bronze

Im Schlussspurt retten die deutschen Bahnradfahrer ihre Bilanz bei der WM

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Bordeaux - Besser hätte das Finale für die deutschen Bahnradfahrer bei den Weltmeisterschaften in Bordeaux nicht ablaufen können. Dank eines fulminanten Schlussspurts, bei dem Christin Muche aus Cottbus sensationell den Titel im Keirin holte, und dem Gewinn der Bronzemedaille durch den Schweriner Stefan Nimke konnte der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) seine Bilanz von zweimal Gold und einmal Bronze von der WM im Vorjahr wiederholen. Bereits am Freitag hatte Robert Bartko (Potsdam) seinen Titel in der 4000-Meter-Einzelverfolgung verteidigt.

Christin Muche verblüffte mit ihrem Antritt eine Runde vor dem Zielstrich Gegnerinnen wie Zuschauer. „Ich bin sprachlos. Das kann ich mir nicht erklären. Im Sprint hätte sie so auch eine Medaille geholt“, sagte BDR-Sportdirektor Burckhard Bremer beeindruckt. Muche selbst weinte vor Glück bis weit nach der Siegerehrung. „Mein Trainer René Schmidt hat gesagt, ich solle ein Löwe sein. Das war ich“, sagte die 22 Jahre alte Lausitzerin.

Stefan Nimke fand unterdessen die Bestätigung, dass der Wechsel vom nicht mehr olympischen 1000-Meter-Zeitfahren zum Sprint richtig war. Mit Bronze, das er gegen den Franzosen Mickael Bourgain holte, geht er nun gestärkt in die Vorbereitung auf Olympia 2008 in Peking gehen. „Eigentlich dachte ich schon, ich bin k. o. Das ganze Turnier bin ich mit einem dicken Gang gefahren. Aber nur so hatte ich Erfolgschancen“, sagte er. Dass er ausgerechnet Bourgain vor dessen Heimpublikum schlug, gibt dem Sieg eine besondere Bedeutung. „Ich hatte Befürchtungen, dass die Stimmung hochkocht. Aber es lief alles sehr fair ab.“ Den Titel holte sich Theo Bos (Niederlande) gegen Craig MacLean (Großbritannien). dpa

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