Zweite Bundesliga : Dreikampf um den Aufstieg

In der Zweiten Liga kommt es auch in diesem Jahr wieder zu einem Herzschlagfinale um den Aufstieg - und Hansa Rostock geht als Favorit in den spannenden Dreikampf mit dem MSV Duisburg und SC Freiburg um die zwei offenen Bundesliga-Plätze.

München - Der Tabellenzweite Hansa Rostock gewann am Sonntag beim TSV 1860 München mit 2:1 und kann am letzten Spieltag die Rückkehr in die Bundesliga mit einem Heimsieg gegen die abstiegsbedrohte SpVgg Unterhaching aus eigener Kraft klar machen. "Wir haben den großen Vorteil, dass wir jetzt alles selbst in der Hand haben", frohlockte Hansa-Trainer Frank Pagelsdorf.

Hinter Rostock (59 Punkte) bahnt sich ein Fernduell zwischen den punktgleichen Verfolgern MSV Duisburg und SC Freiburg (beide 57) um den dritten Aufstiegsplatz an: Duisburg untermauerte seine Ambitionen am 33. Spieltag mit einem 3:0-Erfolg beim SC Paderborn. Freiburg gewann das badische Derby beim schon aufgestiegenen Karlsruher SC ebenfalls überraschend deutlich mit 3:0. Bei der Tordifferenz hat der MSV (+23) gegenüber den Freiburgern (+14) klar die Nase vorne.

Schwere Aufgabe für Duisburg

Duisburg empfängt am letzten Spieltag Rot-Weiss Essen. "Das wird ein echtes Endspiel, ein ganz heißes Derby", kommentierte MSV-Coach Rudi Bommer. Freiburg hat ebenfalls ein Heimspiel gegen die TuS Koblenz, ist aber Außenseiter, wie Trainer Volker Finke betonte: "Ich hoffe einfach, dass wir drei Punkte holen. Alles andere liegt nicht in unserer Hand."

Der große Verlierer des vorletzten Spieltags war Greuther Fürth. Die Franken unterlagen trotz zwei Spielern Überzahl bei der SpVgg Unterhaching mit 1:2 und haben bei drei Punkten Rückstand auf Rang drei nur noch theoretische Chancen auf den Sprung in die Bundesliga. Trainer Benno Möhlmann gab bereits auf: "Wir sind gescheitert!" Auch der 1. FC Kaiserslautern verspielte durch ein 1:1 bei Carl Zeiss Jena seine letzte minimale Aufstiegschance.

Spannung im Abstiegskampf

Im Abstiegskampf wird es zwei Teams ebenfalls erst am letzten Spieltag erwischen. Nach Eintracht Braunschweig verabschiedete sich auch Wacker Burghausen nach einem 1:1 bei Rot-Weiss Essen in die Regionalliga. Zittern bis zuletzt müssen Essen, Unterhaching, Jena und Kickers Offenbach, die alle 35 Punkten haben. Die Offenbacher erkämpften in Überzahl einen Punkt mit dem 2:2 beim 1. FC Köln.

Ohne die Führungsspieler Stefan Beinlich (Angina) und Gledson (Gelb-Sperre) präsentierte sich Rostock in der Münchner Allianz Arena nach vier sieglosen Spielen wieder in Aufstiegsform. Nach einem Freistoß von Christian Rahn (10.) und dem zwölften Saisontreffer von Torjäger Enrico Kern (23.) konnten die mitgereisten Fans jubeln. Eng wurde es in der Schlussphase, nachdem Berkant Göktan (78.) für 1860 München verkürzen konnte. "Ich hoffe, dass wir jetzt Selbstvertrauen getankt haben und im letzten Spiel Zuhause gegen Unterhaching mit breiter Brust auflaufen", sagte Hansa-Towart Mathias Schober.

Nervenstarke Freiburger

Ein Blitz-Tor von Klemen Lavric nach nur 67 Sekunden brachte Duisburg in Paderborn auf die Siegerstraße. Freistoß-Spezialist Ivica Grlic und Mo Idrissou (65.) stellten den deutlichen Sieg sicher. "Der Führungstreffer in der ersten Minute war unheimlich wichtig", sagte der gesperrte Kapitän Björn Schlicke. Im prestigeträchtigen Duell Nord- gegen Südbaden bewies Freiburg vor 29.500 Zuschauern im ausverkauften Karlsruher Wildpark Nervenstärke. Das beste Rückrundenteam (38 Punkte) siegte nach Treffern von Karim Matmour, Alexander Iaschwili (Foulelfmeter) und Niels Hansen. Giovanni Federico verschoss beim Stand von 0:0 einen Foulelfmeter für den KSC.

Greuther Fürth hat seinen Ruf als "unaufsteigbar" einmal mehr untermauert. Wie fünf Mal in den letzten sechs Jahren droht wieder Platz fünf in der Abschlusstabelle. Die Franken versagten in Unterhaching nach den Platzverweisen der Hachinger Stefan Frühbeis (50.) sowie Stefan Buck (57.) und kassierten kurz vor Schluss durch Ceyhun Gülselam (87.) sogar noch den Treffer zum 1:2. (tso/dpa)

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