Zweite Bundesliga : Rostock bleibt ungeschlagen an der Spitze

In der zweiten Bundesliga ist Hansa Rostock die Mannschaft der Stunde. Mit einem 2:1 gegen Kickers Offenbach verteidigen die Norddeutschen Platz 1. Den ersten Auswärtssieg der Saison konnte Kaiserslautern bei 1860 München landen und verbesserte sich auf Platz drei.

Rostock/München - Der FC Hansa Rostock hat am Sonntag die Tabellenspitze der 2. Fußball-Bundesliga zurück erobert. Vor eigenem Publikum gelang der Mannschaft von Trainer Frank Pagelsdorf ein 2:1 (0:1)-Erfolg über die Kickers Offenbach. Die Rostocker bleiben damit weiter ungeschlagen. In München kam der 1. FC Kaiserslautern beim 1:0 (0:0)-Erfolg gegen 1860 zum ersten Auswärtssieg in der Saison.

Aufsteiger Rot-Weiß Essen kam nach einer 2:0 Führung gegen den SC Paderborn am Ende nicht über ein 2:2 (1:0)-Unentschieden hinaus, Erzgebirge Aue gewann nach einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit mit 3:0 (0:0) klar gegen Eintracht Braunschweig.

Die Ambitionen des FC Hansa auf die Rückkehr an die Tabellenspitze hatten im Ostseestadion vor 20.000 Zuschauern in der Anfangsphase zunächst einen herben Dämpfer erhalten. Regis Dorn (7.) traf für Offenbach, Keeper Mathias Schober sah dabei nicht gut aus. Danach zeigten sich die Hausherren druchaus beeindruckt und hatten Glück, dass Ramazan Yildirim (33.) nur knapp das Tor verfehlte. Im zweiten Durchgang war Rostock um mehr Spielanteile bemüht und erhöhte den Druck. Doch erst eine Standardsituation brachte den Ausgleich durch Marc Stein (69.). Nach einem Freistoß von Kapitän Stefan Beinlich verwertete der 21-Jährige eine Kopfballvorlage von Djordjije Cetkovic zum Tor. Cetkovic (77.) selbst staubte schließlich zur erneuten Tabellenführung für die Rostocker ab.

Während sich der Rostocker Tim Sebastian nach der Partie über den Charakter seiner Mannschaft freute, ärgerte sich Gästetrainer Wolfgang Frank über ausgelassene Konterchancen. "Möglichkeiten waren da", sagte er.

Lautern landet ersten Auswärtssieg

Das Aufeinandertreffen der einstigen Bundesligisten 1860 München und Kaiserslautern konnte die Erwartungen an ein Spitzenspiel lange nicht erfüllen. In der ereignisarmen ersten Hälfte gab es vor 48.800 Zuschauern in der Allianz-Arena nur einen richtigen Aufreger. Nachdem Schiedsrichter Florian Meyer nach einem vermeintlichen Foul von Christoph Burkhard an Noureddine Darham auf den Punkt zeigte (37.). Doch Michael Hofmann im Tor der "Löwen" parierte den Schuss von Sebastian Reinert. Auch wenn die Begegnung in Halbzeit zwei ein wenig ansehnlicher wurde, so fehlte es lange Zeit trotzdem an Toren. Doch der Lauterer Tamas Hajnal (84.) änderte diesen Umstand mit einem sehenswerten Treffer aus 26 Metern. Während der Bundesliga-Absteiger als Dritter wieder von der Rückkehr in die Eliteliga träumen darf, treten die "Löwen" nach der zweiten Saisonniederlage als Sechster auf der Stelle.

"Den Ball habe ich ganz gut getroffen", beschrieb Hajnal später seinen Sonntagsschuss. Viel wichtiger war ihm aber der Mannschaftserfolg: "Das Ergebnis gibt uns noch mehr Selbstvertrauen für die Zukunft." FCK-Coach Wolfgang Wolf sah den Sieg als verdient an. "Die Mannschaft wollte unbedingt gewinnen", sagte Wolf.

Schwaches Spiel in Essen

Im Essener Georg-Melches-Stadion sahen die 12.187 Zuschauer eine frühe Führung ihrer Heimelf durch Michael Lorenz (16.) - was sie jedoch danach nicht sahen, war eine attraktive Partie. Denn der Treffer befruchtete die Partie nur wenig. Im zweiten Spielabschnitt sahen die Essener durch Michael Bemben (61./Foulelefmeter) eigentlich schon wie der sichere Sieger aus. Doch Paderborn glich durch einen Doppelschlag von Hüzeyfe Dogan (90.) und Timo Röttger (90.+2) in der Schlussphase noch aus. "Es ist ja noch gut gegangen", freute sich Paderborns Trainer Roland Seitz über den Punktgewinn in letzter Sekunde. Jedoch kritisierte er Schiedsrichter Manuel Gräfe, der unmittelbar vor dem 2:0 ein Foul von Arie van Lent im Essener Strafraum nicht geahndet hatte.

Zum dritten Heimerfolg kam Erzgebirge Aue. Nach einer schwachen ersten Hälfte entschieden die Tore von David Siradze (60.), Tomas Klinka (68.) und Florian Heller (76.) die Partie gegen Braunschweig vor 10.400 Zuschauern im Erzgebirgsstadion. Der neue Braunschweiger Coach Djuradj Vasic beklagte den Leistungseinbruch seiner Elf. "In der letzten halben Stunde konnten wir nicht mehr dagegenhalten, weder spielerisch noch körperlich", zog er ein ernüchterndes Fazit. (Von Christian Lichtwardt, ddp)

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