Zweite Bundesliga : Stuttgart holt ein 1:1 in Braunschweig

Sechs Punkte Vorsprung hat der VfB inzwischen auf Rang drei. Der Tabellenvierte Braunschweig konnte den lange mit zehn Mann spielenden Spitzenreiter der 2. Bundesliga nicht in Bedrängnis bringen.

Ab durch die Mitte? Braunschweigs Salim Khelifi (l) und Braunschweigs Domi Kumbela gegen Stuttgarts Emiliano Insua (vorne).
Ab durch die Mitte? Braunschweigs Salim Khelifi (l) und Braunschweigs Domi Kumbela gegen Stuttgarts Emiliano Insua (vorne).Foto: Peter Steffen/dpa

Trotz einer Halbzeit Überzahl konnte auch Eintracht Braunschweig den VfB Stuttgart nicht bezwingen. Der Spitzenreiter der 2. Fußball-Bundesliga rettete im Spitzenspiel am Montag bei den Niedersachsen zu zehnt ein 1:1 (1:1). Dank des Punktes bauten die im neuen Jahr noch ungeschlagenen Stuttgarter den Vorsprung in der Tabelle weiter aus und liegen vier Zähler vor Verfolger Union Berlin. Die Braunschweiger versäumten es, den niedersächsischen Rivalen Hannover 96 zu überholen, und bleiben Vierter. „Wir haben in der zweiten Halbzeit fantastisch verteidigt. Ich bin total zufrieden, wie wir dieses Spiel in Unterzahl angenommen haben“, meinte VfB-Trainer Hannes Wolf.
Stuttgart bejubelte vor 23.000 Zuschauern im Eintracht-Stadion nur die Führung von Carlos Mané (3.), verlor aber Marcin Kaminski, der vier Minuten vor der Pause Gelb-Rot sah. Braunschweig kam zum Ausgleich durch Ken Reichel (42.) per Foulelfmeter. „Wir können mit dem Punkt leben. Stuttgart ist auch mit zehn Mann immer in der Lage, einen Konter zu setzen“, meinte Eintracht-Coach Torsten Lieberknecht.
Im ersten Spiel nach der Trennung von Kevin Großkreutz zeigten die Stuttgarter in einem turbulenten Spiel einen guten Start. Während die Braunschweiger unsicher begannen, dominierten die Gäste die Anfangsphase. Bereits bei der ersten Chance nutzte Mané einen Fehler von Reichel.

Stuttgart verteidigte sehr geschickt

Braunschweig kam schwer ins Spiel und produzierte zu viele Fehler im Aufbauspiel. Mitte der ersten Halbzeit erhöhten die Gastgeber aber den Druck. Die Partie wurde munterer.
Nachdem sie nach einer halben Stunde vergeblich Elfmeter nach Attacke von Timo Baumgartl gegen Onel Hernandez gefordert hatten, erhielten die Braunschweiger schon zwei Minuten später einen Strafstoß, weil Emiliano Insua gegen Hendrick Zuck Foul spielte. Doch Mirko Boland scheiterte an Mitch Langerak. „Ich habe speziell Elfmeter trainiert“, verriet der Stuttgarter Keeper. „Beim zweiten hatte ich aber nicht so viel Glück.“
So turbulent ging es weiter. Weil Kaminski den Eintracht-Angreifer Christoffer Nyman im Strafraum stieß, zeigte Schiedsrichter Benjamin Brand zehn Minuten nach dem ersten Strafstoß erneut auf den Elfmeterpunkt - und Reichel traf.
Mit einem Spieler weniger und dem in die Innenverteidigung gerückten Kapitän Christian Gentner kam Stuttgart kaum mehr zu Angriffen. VfB-Torjäger Simon Terrode, der wegen seiner gebrochenen Nase mit Maske auflief, bekam fast keine Anspiele. Braunschweig dominierte nach dem Ausgleich das Geschehen, scheiterte aber spätestens an Langerak. (dpa)

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