Zweite Liga : 1. FC Union: Vorne nach hinten

Die Angriffsabteilung schwächelt. Union will sich nun auch in der Offensive verstärken - und setzt auf Perspektive. Trainer Neuhaus fordert allerdings zunächst Tore in den noch ausstehenden Spielen der laufenden Saison.

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Berlin - Wenn Uwe Neuhaus derzeit die Leistung seiner Mannschaft analysiert, fällt ihm vor allem eines auf. „Wir müssen uns in der Offensive steigern und mehr nach vorne tun“, sagte er am Donnerstag. Der Trainer des 1. FC Union meinte damit vor allem das kommende Heimspiel am Sonnabend gegen den FC St. Pauli. Und dennoch sprach er gleichzeitig ein grundsätzliches Problem seines Fußball-Zweitligisten an. Denn die Bilanz von zuletzt sieben sieglosen Begegnungen in Folge geht vor allem auf eine schwächelnde Angriffsabteilung zurück. Neben kurzfristigen neuen Impulsen im Training wollen die Köpenicker deshalb auch in die Zukunft investieren.

Zur Verstärkung des Ressorts Offensive wird Moses Lamidi von Borussia Mönchengladbach zur kommenden Saison offenbar zu Union wechseln. Der 22-jährige Angreifer soll zunächst für ein Jahr an die Berliner gebunden werden. Eine Verpflichtung des gebürtigen Nigerianers würde in das Konzept von Union passen. Ähnlich wie der 22 Jahre alte Torwart Marcel Höttecke, der von Borussia Dortmund zu den Köpenickern stoßen wird, gilt Lamidi als Perspektivspieler mit Erfahrung in höherklassigen Wettbewerben: Fünf Einsätze bekam er in der deutschen U-20-Nationalmannschaft; zwölf Mal lief er für die Borussia in der Bundesliga auf, meist jedoch half er im Mönchengladbacher Regionalligateam aus.

Nachdem die flinke Offensivkraft schon mit dem SC Paderborn in Verbindung gebracht worden war, ist nun der Wechsel zu Union schon fast perfekt – auch wenn die offizielle Bestätigung von Berliner Seite noch aussteht. Lamidi wäre nach Höttecke die zweite Neuverpflichtung für die kommende Spielzeit. Soweit aber will zumindest Trainer Uwe Neuhaus momentan noch nicht denken. Er fordert zunächst Tore in den noch ausstehenden Spielen der laufenden Saison. Und die sind schwer genug: Nach St. Pauli folgen Partien bei Energie Cottbus, gegen Bielefeld und in München.

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