Zweite Liga am Sonntag : Braunschweig siegt, Rostock verliert

Aufsteiger Eintracht Braunschweig ist mit einem 3:1-Sieg über 1860 München in die Zweitligasaison gestartet. Weniger gut lief es zum Auftakt für Hansa Rostock und den MSV Duisburg.

Braunschweig auf Höhenflug. Der Aufsteiger setzte sich zum Auftakt in Liga zwei gegen 1860 München mit Ex-Hertha-Torwart Gabor Kiraly 3:1 durch.
Braunschweig auf Höhenflug. Der Aufsteiger setzte sich zum Auftakt in Liga zwei gegen 1860 München mit Ex-Hertha-Torwart Gabor...Foto: dpa

Aufsteiger Eintracht Braunschweig ist nach vier Jahren Abwesenheit erfolgreich in die Zweitligasaison gestartet. Die Eintracht gewann am Sonntag mit 3:1 (3:1) gegen 1860 München, das gut eine halbe Stunde lang in Unterzahl spielen musste. Stefan Buck sah in der 58. Minute Gelb-Rot.

Mann des Tages vor 22 167 Zuschauern im nicht ganz ausverkauften Stadion an der Hamburger Straße war Braunschweigs Neuzugang Nico Zimmermann. Der ehemalige Saarbrücker bereitete die frühe Führung durch Dennis Kruppke (6. Minute) vor und erzielte die 2:1-Führung (35.) mit einem Traumtor in den rechten oberen Winkel selbst. Dennis Kumbela traf zum 3:1 (40.). Kruppke vergab gar noch einen höheren Sieg, als er einen von Buck an Kumbela verursachten Foulelfmeter über das Tor schoss (47.). Für die Gäste reichte es nur zum zwischenzeitlichen Ausgleich durch Kevin Volland (22.), bei dem Eintracht-Keeper Marjan Petkovic allerdings von Buck im Fünfmeterraum bedrängt worden war.

„Die Jungs sind teilweise über sich hinausgewachsen“, sagte der der hochzufriedene Eintracht-Trainer Torsten Lieberknecht nach dem Gala-Auftritt. Torschütze Zimmermann mahnte trotz des überzeugenden Saisonstarts zur Besonnenheit: „Unser Ziel ist es, in der Liga zu bleiben. Dazu ist uns heute der erste Schritt gelungen.“

Hansa Rostock hat das Comeback in der 2. Bundesliga hingegen mit einer 1:2 (1:1)-Heimniederlage gegen den SC Paderborn verpatzt. Neuzugang Tino Semmer (19.) erzielte vor 19 000 Zuschauern das einzige Tor für die Hausherren bei deren Wiedereinstand im bezahlten Fußball nach exakt 14-monatiger Pause. Daniel Brückner (21.) und Nick Proschwitz (81.) trafen für die Ost-Westfalen. Beide Teams lieferten sich von der ersten Minute an einen offenen Schlagabtausch. Die offensiven Neuzugänge der Rostocker setzten zur Freude der prächtigen Kulisse die ersten Akzente. Verdienter Lohn war die frühe Führung, die aber nur kurz Bestand hatte.

In der Folge versuchte Hansa zwar, wieder mehr Druck zu entfalten. Das gelang aber nur selten. Die beste Gelegenheit hatte noch der eingewechselte Björn Ziegenbein, dessen platzierter Schuss von der Strafraumgrenze knapp das Tor verfehlte (71.). Paderborn machte es besser, nutzte einen Abwehrfehler und ging so als verdienter Sieger vom Feld.

Aufstiegsanwärter MSV Duisburg hat im ersten Spiel einen herben Dämpfer hinnehmen müssen. Die runderneuerte Mannschaft von Trainer Milan Sasic verlor am Sonntag beim Karlsruher SC nach einer enttäuschenden Leistung mit 2:3 (2:3), obwohl Neuzugang Kevin Wolze den MSV schon nach 18 Sekunden in Führung geschossen hatte. Wolze erzielte auch das zweite Tor (44.).

Zu diesem Zeitpunkt hatte der im Vergleich zur Vorsaison ebenfalls stark veränderte KSC die Partie durch die Treffer des starken Kapitäns Alexander Iaschwili (5.) sowie Klemen Lavric (6.) und Timo Staffeldt (22.) bereits gedreht. Der vom FC Schalke 04 gekommene MSV-Profi Vasilios Pliatsikas sah nach mehreren Foulspiels die Gelb-Rote Karte (76.).

Während in der Duisburger Startelf acht Neueinkäufe standen, bot KSC-Coach Rainer Scharinger vor 17 087 Zuschauern im Wildparkstadion immerhin sechs Zugänge auf. Seine Elf trat trotz des Umbruchs strukturierter und engagierter auf als die noch nicht eingespielt wirkenden Gäste. Besonders Iaschwili setzte die Akzente bei den stark verbesserten Badenern. (dpa)

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