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Zweite Liga : Braunschweig siegt und hält Platz 1

Gute Löwen, schlechte Löwen: Während Eintracht Braunschweig weiter ungeschlagen bleibt, zieht 1860 München nach dem 0:2 gegen Köln die Reißleine.

Jubel in der Löwenstadt: Mirko Boland erzielt das 1:0 für Braunschweig.
Jubel in der Löwenstadt: Mirko Boland erzielt das 1:0 für Braunschweig.Foto: dapd

Serie ausgebaut, Verfolger abgeschüttelt: Weiter wie auf Wolke sieben schwebt Eintracht Braunschweig der Herbstmeisterschaft in der Zweiten Liga entgegen. Das noch ungeschlagene Überraschungsteam aus Niedersachsen fertigte am 14. Spieltag den FC Ingolstadt mit 3:0 ab und festigte damit seine Position als einsamer Spitzenreiter. Jubeln durfte auch Absteiger 1. FC Kaiserslautern, der Konkurrent Energie Cottbus mit 1:0 besiegte. Dagegen kam für Trainer Reiner Maurer bei 1860 München das Aus.

Lange tat sich Braunschweig im Spitzenspiel gegen Ingolstadt schwer, doch die eiskalte Chancenverwertung war eines Tabellenführers würdig. Dominik Kumbela (38. Minute/75.) und Gianluca Korte (81.) besiegelten die erste Auswärtsniederlage der Oberbayern, die sich erst einmal aus dem Aufstiegsrennen verabschiedeten. „Wir müssen aus solchen Spielen lernen“, sagte Coach Tomas Oral. „Wir sind kein Spitzenteam.“ Braunschweig umso mehr: „Uns fehlen noch sechs Punkte zu dieser magischen 40 Punkte-Grenze. Das ist zu diesem Zeitpunkt der Saison natürlich toll“, freute sich Trainer Torsten Lieberknecht.

Sechs Punkte hinter dem Spitzenreiter liegt weiter Kaiserslautern, das dank Saison-Entdeckung Hendrick Zuck weiter von der direkten Rückkehr ins Oberhaus träumen darf. „Die Erleichterung ist groß, wenn man gegen den Tabellenvierten gewinnt. Und ganz wichtig ist es, zu Hause zu gewinnen, wenn man aufsteigen will“, sagte Matchwinner Zuck nach seinem Tor gegen Cottbus. Hertha BSC kann mit einem Heimsieg am Montag gegen den FC St. Pauli an den Pfälzern vorbeiziehen.

Nach der 0:2-Heimpleite gegen den 1. FC Köln kam für „Löwen“-Trainer Reiner Maurer das Aus. Am Samstagabend wurde der 52-Jährige beurlaubt. Nun soll der bisherige Regionalliga-Trainer Alexander Schmidt den Traditionsclub wieder in die Erfolgsspur bringen - erst einmal bis Weihnachten. „Im Winter machen wir eine Bestandsaufnahme“, kündigte Sportchef Florian Hinterberger an.

Im Tabellenkeller ging es hoch her. Dynamo Dresden holte beim 2:1 gegen den FSV Frankfurt drei Punkte. Matchwinner war Sebastian Schuppan (5./15.). Endlich den ersten Heimsieg konnte der MSV Duisburg beim 2:1 (1:1) gegen Erzgebirge Aue feiern: Daniel Brosinski (29.) und Sören Brandy (66.) trafen für die „Zebras“, Jan Hochscheidt konnte nur ausgleichen (42.).

Nach zuletzt neun Spielen ohne Sieg schoss sich der VfL Bochum beim 5:2 (3:2) gegen Schlusslicht SV Sandhausen den Frust von der Seele. Frank Löning (5./23.) war für die Gäste zur Stelle, doch Zlatko Dedic (20./44.), Marcel Maltritz (40.) und Marc Rzatkowski (51./71.) drehten die Partie für. „Man verliert zusammen, man gewinnt zusammen“, sagte Sandhausens Coach Gerd Dais. „Aber wenn immer wieder Fehler passieren, kann ich ja nicht fünf, sechs Mann auswechseln.“ (dpa)

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