Zweite Liga : Energie Cottbus steigt ab, SC Paderborn auf Aufstiegskurs

Der FC Energie Cottbus verliert gegen den FSV Frankfurt 1:3 und wird in der kommenden Saison erstmals seit seit 17 Jahren wieder drittklassig spielen. Oben schickt sich derweil der SC Paderborn weiter an, in die Bundesliga aufzusteigen.

Nicht hinsehen: Cottbus' Trainer Jörg Böhme. Foto: dpa
Nicht hinsehen: Cottbus' Trainer Jörg Böhme.Foto: dpa

Trauer bei Absteiger Energie Cottbus jede Menge Bundesliga-Vorfreude beim SC Paderborn: Die Ostwestfalen haben den Patzer der SpVgg Greuther Fürth genutzt und sich hinter Meister 1. FC Köln auf den zweiten Aufstiegsrang vorgeschoben. Durch das 2:0 (0:0) am Sonntag gegen den SV Sandhausen zogen die Paderborner am Fürther Team nach dessen 1:2 am Freitag gegen den TSV 1860 München vorbei. Nachdem Cottbus durch das 1:3 beim FSV Frankfurt als erster Absteiger feststeht, zittert auch Dynamo Dresden nach dem 2:2 (1:1) gegen den Karlsruher SC weiter.

Die Mini-Chance des KSC auf den Aufstieg ist damit praktisch dahin - wie auch die des FC St. Pauli nach einem ernüchternden 0:3 (0:1) gegen den VfR Aalen. Zum Abschluss des Spieltags will der 1. FC Kaiserslautern am Montag bei Union Berlin seine Hoffnung wahren.

Eine Woche nach dem bitteren 2:2 gegen die SpVgg Greuther Fürth mühte sich Paderborn vor 14.718 Zuschauern lange vergeblich. Nach Gelb-Rot für Stefan Kulovits (59.) wegen einer harten Grätsche aber dauerte es nicht mehr lange bis zur Führung. Süleyman Koc (66.) und Mahir Saglik (83./Foulelfmeter) sorgten für den Sieg - in zwei Spieltagen könnte „Partyborn“ den Aufstieg feiern.

Greuther Fürth verspielt wichtige Punkte im Aufstiegsrennen

Nach dem 1:3 beim FSV Frankfurt schlichen die Cottbuser Spieler dagegen mit hängenden Köpfen davon. Der erstmalige Sturz in die Drittklassigkeit nach 17 Jahren hinterließ tiefe Spuren. „Wir haben das Wunder von der Lausitz leider nicht geschafft. Das ist sehr, sehr bitter und tut mir unendlich leid für die Fans“, stellte Trainer Jörg Böhme mit leerem Blick fest.

Große Enttäuschung auch in Fürth. „Wir werden ganz sicher wieder aufstehen. Es sind noch sechs Punkte zu vergeben“, betonte Trainer Frank Kramer nach der Pleite in der Nachspielzeit durch Kai Bülow. „Wir waren uns gleich nach dem Schlusspfiff alle einig: Es geht weiter. Ich bin weiter sicher, das wir es schaffen“, erklärte auch der Sportliche Leiter der SpVgg Greuther Fürth, Rouven Schröder.

Für Dresden begann das wichtige Spiel am Sonntag mit einem Schock. Kapitän Romain Bregerie bekam den Ball ins Gesicht, Schiedsrichter Martin Petersen entschied fälschlicherweise auf Strafstoß. Rouwen Hennings (6.) verwandelte sicher - Brégerie schlug in der 41. Minute nervenstark mit einem Foulelfmeter zurück. Vor 28 963 Zuschauern brachte Jan Mauersberger (55.) die Gäste wieder nach vorne, aber Zlatko Dedic (75.) netzte zum umjubelten Ausgleich ein. Dresdens Thorsten Schulz sah in der Nachspielzeit Rot.

FC Ingolstadt profitiert von Dynamo Dresdens Unentschieden

Auch St. Pauli kassierte einen frühen Rückstand. Gleich doppelt abgefälscht landete der Schuss von Robert Lechleiter (3.) im Tor. Kapitän Leandro (58./Foulelfmeter) und Manuel Junglas (68.) machten vor 27 497 Zuschauern alles klar.

Arminia Bielefeld mit Doppeltorschütze Ben Sahar hatte die Sachsen am Freitag durch ein 4:1 (3:0) gegen den VfL Bochum unter Druck gesetzt. Es läuft immer mehr auf ein Abstiegs-Finale am letzten Spieltag hinaus, wenn Bielefeld bei den Sachsen gastiert. Ebenfalls vier Tore glückte den Düsseldorfer Fortunen um Interims-Trainer Oliver Reck beim 4:0 (2:0) gegen Erzgebirge Aue. Zweimal erfolgreich: Erwin Hoffer.

Das Dresdner Pech bescherte dem FC Ingolstadt den nahezu sicheren Klassenverbleib. Nach dem 1:1 am Freitag gegen den 1. FC Köln schraubten die Oberbayern ihre Punktausbeute auf 38 Zähler hoch - sechs Zähler vor den Abstiegsrängen kann kaum noch was passieren.

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