Zweite Liga : Freiburg stürmt an die Spitze

Der SC Freiburg ist in der Zweiten Liga wieder Spitze. Mainz 05 und 1860 München sind dagegen ins Straucheln geraten. Und beim 1. FC Kaiserslautern will der Knoten einfach nicht platzen.

Gerd Münster[dpa]
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Im Spiel zwischen Freiburg und Koblenz ging es hoch her. -Foto: dpa

MünchenAm "Spieltag der Verfolger" war die Mannschaft von Trainer Robin Dutt der große Gewinner. Freiburg übernahm mit dem 4:2 gegen TuS Koblenz vorerst die Tabellenführung vor Borussia Mönchengladbach, das mit einem Sieg am Montag (20:15 Uhr) gegen den FC Carl Zeiss Jena zum Abschluss des 12. Spieltag wieder auf Platz eins zurückkehren kann. Die Münchner "Löwen" bleiben trotz des torlosen Remis beim SV Wehen Wiesbaden auf einem Aufstiegsplatz, während Mainz nach dem mageren 1:1 bei Schlusslicht SC Paderborn als Tabellenfünfter weiter auf der Stelle tritt. Im Tabellenkeller steckt der 1. FC Kaiserslautern nach der Nullnummer beim FC Augsburg weiter in der Krise.

Der SC Freiburg bleibt zu Hause eine Macht. Mit dem sechsten Sieg im sechsten Heimspiel übernahmen die Breisgauer zum zweiten Mal in dieser Spielzeit die Tabellenführung. Nach der Führung durch Henrich Bencik (52.) und dem überragenden Jonathan Pitroipa (64.) ließ der Koblenzer Doppelschütze Ardian Djorkaj (66./78.) Freiburg noch einmal bangen, ehe Mirnes Mesic (85.) und Dennis Aogo die erlösenden Siegtreffer gelangen. Keine Tore fielen in der neuen Arena in Wiesbaden, wo der SV Wehen auch im zweiten Spiel sieglos blieb. München behauptete mit einem Punkt immerhin Platz drei.

Mainz rettet mit Mühe einen Punkt

Mainz schrammte bei den weiterhin sieglosen Paderbornern, die nach dem Platzverweis von Schlussmann Alexander Bade (53.) sogar in Unterzahl waren, knapp an einer Blamage vorbei und rettete dank Ersatz-Keeper Daniel Ischdonat wenigstens einen Punkt. In der 75. Minute wehrte der dritte Mainzer Torwart einen Foulelfmeter von Andrew Sinkala ab. Tim Hoogland (32.) hatte Paderborns Führung durch Erwin Koen (17.) ausgeglichen.

Nach dem 2:1 am Freitag in Offenbach liegt die SpVgg Greuther Fürth im Kampf um den Aufstieg gut im Rennen. "Das war ein Sieg der Moral", stellte Trainer Bruno Labbadia nach dem Kraftakt fest. Beim 1. FC Köln ist vom Aufstieg vorerst keine Rede, vielmehr macht sich Trainer Christoph Daum nach dem jüngsten Rückschlag bei Aufsteiger VfL Osnabrück Gedanken über seine Zukunft und schließt sogar einen Abschied vom FC nicht aus. "Wichtig ist jetzt ein eindeutiger Schulterschluss oder man trennt sich. Aus meiner Sicht geht es aber voll weiter", sagte Daum dem "Express".

Unruhe in Kaiserslautern nach Toppmöllers Hilfsangebot

Definitiv am Dienstag will Lautern das wochenlange Hick-Hack um Klaus Toppmöller beenden und über dessen Hilfsangebot entscheiden. "Es wird kein Rumgeeiere um die Personalie Toppmöller geben: Entweder er kommt - oder wir verzichten auf seine Dienste", sagte Aufsichtsratsmitglied Hartmut Emrich. Sportdirektor Michael Schjönberg hält von Toppmöllers Offerten gar nichts und übte heftige Kritik am Ex-Lauterer: "Er verunsichert die Mannschaft und bringt eine Menge Unruhe rein."

In Offenbach musste die Trainerentscheidung unterdessen vertagt werden, nachdem Wunschkandidat Wolfgang Wolf den Kickers aus finanziellen Gründen eine Absage erteilte. Auf der Suche nach einem Nachfolger des zurückgetretenen Wolfgang Frank will sich der Club aber nicht unter Druck setzen. "Es wird keinen Schnellschuss geben", betonte Präsident Dieter Müller.

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