Zweite Liga : Holger Fach darf nicht mehr mitkämpfen

Nach zehn Spielen ohne Sieg hat der Fußball-Zweitligist FC Augsburg die Konsequenzen gezogen und sich im Abstiegskampf von Trainer Holger Fach getrennt.

Potsdam - Nach zwanzig Minuten war Bernd Schröder die gute Laune kurzzeitig vergangen. Energisch beorderte der Trainer von Turbine Potsdam Spielführerin Jennifer Zietz zu sich an die Seitenlinie und gab lautstark Instruktionen. Es blieb das einzige Mal, dass Schröder ins Spielgeschehen eingreifen musste. In der Folgezeit dominierte sein Team das DFB-Pokal-Halbfinale der Frauen im Liebknecht- Stadion gegen den Zweitligisten Wattenscheid 09 und zog durch ein 3:0 (1:0) ins Endspiel ein. Dort treffen die Potsdamerinnen am 30. Mai im Berliner Olympiastadion auf den Deutschen Meister FCR Duisburg. Die Duisburgerinnen hatten sich bereits am Sonnabend durch ein 3:1 gegen den VfL Wolfsburg für das letzte Finale in der Hauptstadt qualifiziert. Ab der kommenden Saison wird das Pokalendspiel der Frauen separat zu dem der Männer an einem anderen Ort ausgetragen.

Anja Mittag freute sich schon auf die Atmosphäre in Berlin: „Das wird riesig. Dort zu spielen ist immer was Besonderes.“ Die Nationalspielerin hatte das 1:0 erzielt und für den 3:0-Endstand gesorgt. Jennifer Zietz war für den zweiten Treffer zuständig. Anja Mittag ist überzeugt, dass ihre Mannschaft gute Chancen hat, den Pokal erneut nach Potsdam zu holen. „In der Liga haben wir vier Punkte gegen Duisburg geholt. Natürlich wollen wir sie auch in Berlin schlagen“, sagte sie. Für Turbine wäre es nach 2004, 2005 und 2006 der vierte DFB-Pokalsieg.

Genauso angriffslustig wie Anja Mittag gab sich später Turbine-Trainer Bernd Schröder. Sein Ziel waren aber nicht die Duisburgerinnen, sondern alle, die dem 66-Jährigen zuletzt Verdruss bereitet hatten. Zuerst bekam die Stadt Potsdam ihr Fett weg wegen dem schlechten Platz, dann wurden die Medien abgewatscht und zu guter Letzt musste auch der DFB dran glauben, weil dieser ein Nachwuchsländerspiel so unglücklich terminiert hatte, dass Schröders Freund und Wattenscheid-Trainer Thomas Obliers auf drei seiner wichtigsten Spielerinnen verzichten musste. Sebastian Stier

0 Kommentare

Neuester Kommentar