Zweite Liga : Mainz verpasst Sprung an die Spitze

Der FSV Mainz 05 und der 1. FC Köln kommen im Aufstiegsrennen nicht richtig in Fahrt. Beide blieben am Freitag sieglos. Dafür rollt die Mannschaft aus Hoffenheim das Feld von hinten auf.

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Die Mainzer haben eine dicke Chance vergeben. -Foto: dpa

MünchenDie beiden Zweitliga-Spitzenclubs aus Mainz und Köln müssen auch nach dem vierten Rückrunden-Spieltag auf den zweiten Sieg in diesem Jahr warten. Die Mainzer verpassten durch ein 2:2 (1:0) gegen Schlusslicht Carl Zeiss Jena den Sprung an die Tabellenspitze. Der 1. FC Köln kam im Verfolgerduell gegen den TSV 1860 München nach fast einstündiger Unterzahl nicht über ein 0:0 hinaus. Mannschaft der Stunde bleibt aber 1899 Hoffenheim. Das 2:0 (1:0) gegen den SC Freiburg war bereits der vierte Sieg nacheinander und brachte den DFB-Pokal-Viertelfinalisten einem Aufstiegsplatz näher. Am Sonntag kann Borussia Mönchengladbach durch einen Sieg beim VfL Osnabrück die Tabellenführung weiter ausbauen.

Bereits nach 39 Minuten gerieten die Kölner, die in einem spannenden Spiel mehr Torchancen hatten, vor 46.000 Zuschauern gegen die Münchner "Löwen" in Unterzahl. Kapitän Kevin McKenna sah nach einem ungeschickten Foul an der eigenen Strafraumgrenze die gelb-rote Karte. Mit einem Mann weniger auf dem Platz war die Geißbock-Truppe weiterhin besser, mühte sich aber letztlich vergeblich. Die stark ersatzgeschwächten Gäste festigten ihre Position als drittbestes Auswärtsteam der Liga.

Mainzer vergeben 2:0-Führung

Nach einer Denkpause in der Vorwoche brachte der zuletzt formschwache Markus Feulner (28.) die Mainzer vor 19.500 Zuschauern im Stadion am Bruchweg mit 1:0 nach vorne. Auch am zweiten Treffer war Feulner beteiligt. Nach einem Foul am Mittelfeldmann verwandelte Miroslav Karhan (56.) den fälligen Elfmeter. Nach einem Torwartfehler von Daniel Ischdonat, der sich von einem Freistoß durch Jan Simak von der Seite überraschen ließ, mussten die 05er noch einmal zittern - und erlebten durch das 2:2 von Sami Allagui (83.) dann die böse Überraschung. "Wir waren bei den Standards nicht konzentriert genug", sagte Feulner.

Vier Tage vor dem DFB-Pokal-Viertelfinale bei Borussia Dortmund setzte der Provinzclub aus Hoffenheim seinen Vormarsch in der Liga fort. In der 36. Minute durfte Trainer Ralf Rangnick das 1:0 durch seinen neuen Kapitän Selim Teber bejubeln. Mit dem 2:0 sorgte der Senegalese Demba Ba für sein drittes Tor in diesem Jahr und die Entscheidung. (smz/dpa)

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