Zweite Liga : Offenbach: Frank geht - kommt Götz?

Nach dem 0:6 gegen Hansa Rostock hat Offenbachs Trainer Wolfgang Frank sein Amt zur Verfügung gestellt. Sofort schießen nun die Spekulationen ins Kraut, wer dem Coach nachfolgen könnte.

Reinhard Schwarz[dpa]
Frank Foto: dpa
Fühlt sich hintergangen: Wolfgang Frank. -Foto: dpa

OffenbachDer dritte Trainer-Wechsel in der laufenden Saison der Zweiten Liga ist perfekt: Nach sechs sieglosen Pflichtspielen in Serie und dem 0:6-Pokaldebakel bei Hansa Rostock hat Wolfgang Frank als Trainer von Kickers Offenbach das Handtuch geworfen. Zuvor hatte es Trainer-Wechsel beim FC Carl Zeiss Jena (Valdas Ivanauskas für Frank Neubarth) und FC Augsburg (Ralf Loose für Rainer Hörgl) gegeben.

Frank habe ein ohne ihn geführtes Gespräch zwischen Vorstand und Mannschaft nach der Pokalpleite zum Anlass genommen, mit sofortiger Wirkung das Vertragsverhältnis mit den Kickers zu kündigen. Der Coach habe seinen Schritt damit begründet, dass er die Vorgehensweise des Vorstandes als Misstrauen empfunden habe. Deshalb habe er keine Basis mehr für eine erfolgreiche Zukunft beim OFC gesehen. "Der Vorstand hat diese Entscheidung akzeptiert und bedankt sich bei Wolfgang Frank für die erfolgreiche Zusammenarbeit", hieß es lapidar in einer Pressemitteilung des Vereins. Der frühere Profi von Eintracht Braunschweig, Borussia Dortmund und 1. FC Nürnberg, der sein Traineramt am Bieberer Berg am 25. Januar 2006 angetreten hatte, hat einen Vertrag bis zum 30. Juni 2009.

"Wir haben das so nicht gewollt"

Ramon Berndroth, der Trainer des in der hessischen Landesliga Süd spielenden U-23-Teams, und Co-Trainer Manfred Binz sollen die Mannschaft auf das Heimspiel am Freitag (18 Uhr) gegen die SpVgg Greuther Fürth vorbereiten. Der Vorstand gehe "ab sofort auf die Suche nach einem neuen Trainer", hieß es. Ersten Spekulationen zufolge gelten der schon von 1999 bis 2000 in Offenbach tätige Peter Neururer (zuletzt Hannover 96) und Falko Götz (bis April 2007 bei Hertha BSC Berlin) als mögliche Nachfolge-Kandidaten für Frank. Auch Jörg Berger oder Jürgen Röber sind auf dem freien Markt.

"Wir haben das so nicht gewollt. Aber das 0:6 in Rostock war ein ganz klares Zeichen. Ich hoffe, dass wir jetzt die Chance für einen Neuanfang haben, der auch von den Fans mitgetragen wird", sagte Vize-Präsident Thomas Kalt "Hitradio FFH". Kalt rechtfertigte das Krisengespräch in einem Rostocker Hotel, über das Frank zuvor informiert worden sei. "Unser Anliegen war es, einfach mal von der Mannschaft alleine zu hören, was die Ursachen für den derzeitigen Misserfolg sein könnten", erklärte der Vizepräsident. Frank hatte Vorstand und die Mannschaft vor deren Rückreise aus Rostock am Mittwochmorgen von seiner Entscheidung in Kenntnis gesetzt.

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