Zweite Liga : Perfekter Spieltag für Gladbach - Novakovic rettet Köln

In der Zweiten Liga ist Köln durch ein 2:1 gegen Paderborn an einer Blamage vorbeigeschrammt; auch Kaiserslautern konnte wieder einmal gewinnen.

Gerd Münster[dpa]
Daum Foto: dpa
Kann wieder jubeln: Kölns Trainer Daum. -Foto: dpa

MünchenEin fast perfekter Spieltag für Gladbach, Rückschläge für Mainz und Aachen - nach elf Spieltagen in der Zweiten Bundesliga ist nur einer von drei Ex-Erstligisten im Soll. Nach dem 3:1 im Topspiel bei der SpVgg Greuther Fürth steuert Borussia Mönchengladbach scheinbar unaufhaltsam dem direkten Wiederaufstieg entgegen. Allein der SC Freiburg, der mit dem glücklichen 2:1 am Sonntag beim FC Carl Zeiss Jena Zweiter ist, und der TSV 1860 München können noch mithalten. Die "Löwen" kehrten nach dem 3:0 am Freitag über Kickers Offenbach auf den dritten Aufstiegplatz zurück.

Aufstiegskandidat Mainz 05 ist zu Hause weiterhin ungeschlagen, fiel nach dem peinlichen 1:1 gegen den FC Augsburg aber auf den vierten Rang zurück. Die hochgehandelte Alemannia Aachen verspielte beim 2:2 gegen 1899 Hoffenheim einen 2:0-Vorsprung und musste als Tabellen-Achter sogar den 1. FC Köln vorbei lassen, obwohl das Team von Trainer Christoph Daum beim 2:1 gegen das weiter sieglose Schlusslicht Paderborn knapp an einer Blamage vorbeischrammte. Milivoje Novakovic, der schon das 1:0 erzielte, rettete dem FC vor 41.000 Zuschauern eine Minute vor Spielende den wichtigen Dreier.

Toppmöller in Kaiserslautern weiter ein Thema

Am Tabellenkeller schoss sich der 1. FC Kaiserlautern mit dem 2:0 gegen den FC Erzgebirge Aue nach Toren von Patrice Bernier und Erik Jendrisek aus dem schlimmsten Schlamassel, doch Klaus Toppmöller als Krisenhelfer bleibt ein Thema in der Pfalz. "Wir werden weitere Gespräche führen", sagte FCK-Vorstandschef Erwin Göbel vor der Partie. Nach seinem "Nein" zu einem Aufsichtsratsposten soll Toppmöller als Berater gewonnen werden.

TuS Koblenz kehrte beim 1:0 gegen den VfL Osnabruck nach drei sieglosen Spielen auf den Erfolgskurs zurück und ließ dank Torschütze Dragan Bogavac die Abstiegszone vorerst hinter sich. Carl Zeiss Jena kommt dagegen nicht aus dem Tabellenkeller heraus. Die Thüringer kassierten bei der Generalprobe vor dem Pokal-Hit am Mittwoch gegen den 1. FC Nürnberg die fünfte Heimpleite in Serie. Jonathan Pitroipa und Pavel Krmas schossen Freiburg auf den zweiten Platz.

Gladbach: "Wir sind gut drauf und haben nichts zu verlieren"

Nach der Tore-Gala des Kanadiers Rob Friend, der in Fürth alle drei Tore erzielte, will Mönchengladbach auch im DFB-Pokal auf Erfolgskurs bleiben. "Jetzt müssen die Bayern wohl Angst vor uns haben", scherzte Gladbachs Marko Marin mit Blick auf den Knüller am Mittwoch bei Bayern München, "aber im Ernst: wir sind gut drauf und haben dort nichts zu verlieren." So gut wie in Gladbach war die Stimmung in Fürth nach der ersten Heimniederlage nicht. "Wir haben Lehrgeld bezahlt", jammerte Trainer Bruno Labbadia. Präsident Helmut Hack gestand: "Die Qualität, die Gladbach hat, haben wir noch nicht."

Bei 1860 München standen nach dem 3:0 gegen Offenbach die Torschützen im Blickpunkt. Berkant Göktan stellte mit einem Doppelpack den Sieg sicher und lobte nachher den erst 18-jährigen Sven Bender, der die "Löwen" mit seinem ersten Profitor in Führung gebracht hatte: "Das hat Sven abgewichst gemacht." Kickers-Trainer Wolfgang Frank war nach der fünften Auswärtspleite in Serie bedient: "Zur Zeit spielen wir dramaturgisch gut mit, sorgen für Spektakel, aber am Ende werden wir erschossen."

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