Zweite Liga : Rapolder geht nach Koblenz

Uwe Rapolder wird Nachfolger von Milan Sasic beim Zweitligisten TuS Koblenz. Er erhält dort einen Zwei-Jahres-Vertrag und soll den Klub vor dem Abstieg retten.

Koblenz - Der abstiegsbedrohte Zweitligist TuS Koblenz hat Trainer Uwe Rapolder als Nachfolger des am Montag überraschend freigestellten Milan Sasic verpflichtet. Der 48-jährige Coach unterschrieb beim derzeitigen Tabellen-13. einen Vertrag bis 2009, der auch in der Regionalliga gültig ist. Zuletzt hatte Rapolder mit Arminia Bielefeld den Bundesliga-Aufstieg geschafft und später beim damaligen Bundesligisten 1. FC Köln als Fußball-Lehrer gearbeitet. Dort war er aber im Dezember 2005 entlassen worden.

"Es gilt, mit allen Mitteln das Ruder hier herumzureißen und den Abwärtstrend zu stoppen", sagte Rapolder, bevor er am Mittwochmorgen das Training leitete. Koblenz war zuletzt unter Sasic nach sechs sieglosen Spielen mit nur einem einzigen Punkt den Abstiegsrängen bedrohlich nahe gekommen. Seit dem 0:1 beim direkten Konkurrenten SpVgg Unterhaching trennt den Klub vier Spiele vor Saisonende nur noch die bessere Tordifferenz gegenüber Unterhaching und Carl Zeiss Jena von einem Abstiegsplatz. Darauf zog Koblenz die Reißleine.

Rapolder: Qualität ist vorhanden

"Wir wissen, dass es ein Risiko ist, vier Spieltage vor dem Saisonende den Trainer zu wechseln", sagte TuS-Präsident Walter Degen, "ich hoffe natürlich, dass es nicht zu spät ist". Rapolder sieht seine Mission "als schwierig, aber längst nicht aussichtslos" an - zumal die Koblenzer nicht auf einem Abstiegsplatz stünden. "Wir müssen aber aufpassen. Hier ist ein deutlicher Abwärtstrend zu erkennen, den wir jetzt sofort umkehren müssen."

Unmittelbar nach der ersten Übungseinheit zog er seinen Kader für zwei Tage in ein Trainingslager in Bad Bertrich zusammen. Dort will er neben der taktischen Arbeit in Einzel- und Gruppengesprächen die Mannschaft kennenlernen. Die Qualität in der Mannschaft sei absolut vorhanden, um die Klasse zu halten. "Ich muss die Blockade bei einigen Spielern lösen", meinte der Coach. (tso/dpa)

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