Zweite Liga : Union spielt in Koblenz um die Tabellenspitze

Ein Unentschieden reicht dem 1. FC Union am Freitag im Spiel beim Drittletzten TuS Koblenz, um St. Pauli von der Tabellenspitze zu verdrängen.

Matthias Koch

Berlin - Um 14.14 Uhr rollte am Donnerstag der Mannschaftsbus des Zweitligisten 1. FC Union vom heimischen Stadiongelände. Ziel war der Flughafen Tegel, von wo die Mannschaft zum heutigen Auswärtsspiel bei der TuS Koblenz geflogen ist. Schon im Falle eines Unentschiedens wären die Berliner Fußballer erst einmal Tabellenführer in der Zweiten Liga – der bisherige Spitzenreiter St. Pauli spielt erst am Sonntag. Beim 1. FC Union, der noch einmal auf den zuletzt verletzten Mittelfeldmann Hüzeyfe Dogan verzichtet, erzeugt das keinesfalls erhöhten Druck. „Von der Tabellenposition her fahren wir als Favorit nach Koblenz. Dessen sind wir uns bewusst“, sagte Trainer Uwe Neuhaus vor dem Spiel beim Drittletzten.

Doch Neuhaus hob auch die Stärken des Gegners hervor, der aus den ersten fünf Spielen nur drei Punkte geholt hat: „Koblenz hat eine gut organisierte Mannschaft, die immer hohes Risiko spielt. Allerdings fällt es ihr oft schwer, sich kreativ Chancen herauszuspielen.“ Die Koblenzer sind damit das krasse Gegenbeispiel zum 1. FC Union, wenn man an den spektakulären 5:4-Erfolg der Berliner gegen den SC Paderborn am vergangenen Wochenende denkt. Auch in Koblenz setzen die Berliner auf ihr starkes Torjägertrio John Jairo Mosquera (vier Saisontreffer), Karim Benyamina und Kenan Sahin (jeweils drei). Beim Abschlusstraining musste Neuhaus vor allem Benyamina und Sahin darauf hinweisen, dass die Übungseinheit beendet sei. Sonst hätten die beiden wohl noch eine Weile länger versucht, den Ball aus jeder möglichen Position ins Tornetz zu befördern.

Benyamina steht kurz vor einem historischen Treffer. Bislang hat er wie auch der Pole Jacek Mencel 77 Pflichtspieltore für Union erzielt. Beim nächsten Tor würde Karim Benyamina zum erfolgreichsten Angreifer der Vereinsgeschichte seit der Gründung im Jahr 1966 aufsteigen. Matthias Koch

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