Zweite Liga : Wehen entlässt Trainer Frank

Zweitliga-Schlusslicht SV Wehen Wiesbaden hat mit der sofortigen Beurlaubung von Trainer Wolfgang Frank und Manager Uwe Stöver auf die sportliche Talfahrt reagiert und in Sandro Schwarz einen überraschenden Nachfolger präsentiert.

Eric Dobias[dpa]
Wolfgang Frank Foto: dpa
Wolfgang Frank. -Foto: dpa

WiesbadenWie der Fußball-Club am Montag mitteilte, wird der zuletzt von Frank als Kapitän abgesetzte Schwarz als Teamchef zusammen mit dem bisherigen Co-Trainer Hans Werner Moser bis zum Saisonende das Training bei den Taunussteinern übernehmen. "Gründe für die Beurlaubung von Wolfgang Frank sind die Misserfolge in den vergangenen sieben Spielen und die Erkenntnis, dass Frank die Mannschaft nicht mehr erreichte", hieß es in einer Presseerklärung des Vereins. Der SV Wehen Wiesbaden befindet sich mit zehn Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz in größter Abstiegsgefahr und unterlag zuletzt gegen den FSV Mainz 05 und beim FSV Frankfurt.

Frank hatte erst am 19. Dezember die Nachfolge von Christian Hock angetreten und bei den Hessen einen Vertrag bis zum Saisonende erhalten, der sich bei Klassenverbleib um ein Jahr verlängert hätte. "Ich habe von der Entscheidung im Laufe des Tages erfahren und war sehr überrascht", sagte Frank.

Schwarz soll das Ruder herumreißen

Mit Schwarz soll ein Trainer-Novize die fast unmögliche Rettung doch noch schaffen. In Moser hat der 30-Jährige jedoch einen erfahrenen Mann an seiner Seite. Der Coach der U-23-Mannschaft ist im Besitz der Fußball-Lehrer-Lizenz und hatte bereits in der Hinrunde des öfteren für den zeitweise beim Trainer-Lehrgang in Köln weilenden Hock das Training übernommen. Zudem zählen Steffen Vogler und Frank Steinmetz zum Trainerstab. "Unterdessen plant der SV Wehen Wiesbaden konzeptionell die kommende Saison für die 3. Liga und 2. Bundesliga", hieß es weiter.

Wehens Präsidium verkündete, "im sportlichen Bereich einen Neuanfang zu suchen". Die Position des Sportdirektors soll zunächst unbesetzt bleiben, die Aufgaben Stövers intern verteilt werden. Stöver war im Winter 2007 vom 1. FC Kaiserslautern nach Wiesbaden gekommen. "Ich hatte am Samstag ein gutes Gespräch mit dem Präsidium, konnte die Entscheidung aber nicht beeinflussen. Ich nehme es sportlich, auch wenn es wehtut. Es ist das erste Mal in meiner Karriere, dass ich mit solch negativen Dingen konfrontiert wurde", sagte Stöver, der nun erst einmal Urlaub machen will.

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