Sport : Zweiter Etappensieg für T-Mobile

Hartmut Scherzer

Le Puy-en-Velay - Es war der Tag vor dem wichtigen Zeitfahren. Und es war wohl die letzte Etappe bei dieser Tour de France, in der Außenseiter vielversprechende Ausreißversuche starten konnten. Denn bei der Schlussetappe am Sonntag in Paris wird es wahrscheinlich – wie in den vergangenen Jahren – im Ziel einen Massensprint geben. Und tatsächlich wurde gestern ein Ausreißversuch belohnt, zur Freude des T-Mobile-Teams.

Denn Sieger der 19. Etappe wurde Giuseppe Guerini. Auch Jan Ullrich freute sich über den Erfolg seines Teamkollegen: „Unglaublich“, sagte Ullrich, der gemeinsam mit den Führenden des Gesamtklassements 4:30 Minuten nach Guerini das Ziel erreichte.

Schon früh hatte sich ein Quartett um Guerini vom Hauptfeld abgesetzt. Zusammen mit Sandy Casar (Francaise des Jeux), Franco Pellizotti (Liquigas Bianchi) und Oscar Pereiro (Phonak) war Guerini mit deutlichem Vorsprung vor dem Feld unterwegs. Als sich das Quartett 1300 Meter vor dem Ziel nicht ganz einig zu sein schien, was nun passieren sollte, nutzte Guerini seine Chance. Er fuhr den drei Kollegen plötzlich davon, sie hatten nicht mehr die Kraft zu folgen. „Ich wusste, dass ich im Sprint gegen Casar und Pellizotti keine Chancen haben würde“, sagte Guerini. „Also habe ich einen günstigen Moment abgewartet und bin abgehauen.“

Nach dem Erfolg von Alexander Winokurow auf der 11. Etappe war es der zweite Sieg für T-Mobile bei dieser Tour. Das Team ist in der Mannschaftswertung nun kaum noch einzuholen. Für Guerini war es der zweite Etappensieg nach 1999. Damals hatte er die Bergankunft in Alpe d’Huez gewonnen, obwohl er 800 Meter vor dem Ziel mit einem Fan zusammengestoßen und gestürzt war. Gestern blieb ihm solch eine unangenehme Begegnung erspart.

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