Sport : Zweiter werden ohne Lance

Mathias Klappenbach

über eine neue Erfahrung für Jan Ullrich Alles läuft gut, die Vorbereitungen für den großen Sieg haben begonnen. Jan Ullrich hatte wie üblich seine erste Erkältung, die verlorene Woche hat er beim Training in Südafrika aber schon wieder aufgeholt, weil er über Weihnachten dort geblieben ist. Und: Er hat bisher kein Problem mit dem Gewicht. Dafür aber ein anderes.

Eine Tour de France ohne Lance Armstrong sei für ihn nicht denkbar, hat Ullrich gesagt. Doch es spricht einiges dafür, dass Armstrong 2005 unentschuldigt fehlen wird. Ullrich müsste eigentlich froh darüber sein, weil er den ewig besseren Armstrong nicht schlagen kann, egal ob der sehr gut oder nur gut vorbereitet ist. Doch allein der Amerikaner ist für Ullrich satisfaktionsfähig. Den vielen Niederlagen doch noch einen Sieg folgen zu lassen, ist die große Motivation des Deutschen. Ullrich wird auch deshalb bewundert, weil er immer noch an seine Chance gegen Armstrong glaubt. Und wer einer solchen Menschmaschine wie dem Texaner immer wieder unterliegt, weiß die Sympathien auch als Verlierer auf seiner Seite.

Aber wird das noch so sein, wenn Jan Ullrich eine Tour ohne Lance Armstrong nicht gewinnt? Schon in diesem Jahr standen bei der Siegerehrung in Paris Andreas Klöden und Ivan Basso zwischen den Rivalen der Vergangenheit.

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