Sport : Zweites Spiel, zweite Niederlage

Der Vorjahresfinalist Bayer Leverkusen unterliegt Inter in Mailand mit 2:3

Erik Eggers

Mailand. Hector Cuper, der Trainer von Inter Mailand, hatte seine Spieler gewarnt. Sie müssten auf die kopfballstarken Spieler von Bayer Leverkusen aufpassen. Gerade 110 Sekunden waren im Zwischenrundenspiel der Champions League vorüber, als der Ball im Mailänder Giuseppe-Meazza-Stadion am Pfosten des Inter-Tores landete. Nach einem Kopfball. Von Dimitar Berbatow. Einem Stürmer. Die kleine Unachtsamkeit der Italiener blieb jedoch ohne gravierende Folgen. Am Ende siegte Inter 3:2. Für Leverkusen, im Mai noch Finalist des Wettbewerbs, war es in der zweiten Zwischenrundenbegegnung die zweite Niederlage. Ein zweites Bayer- Wunder wird es vermutlich nicht geben.

Die Mailänder wirkten in der Anfangsphase nicht zielstrebig genug, um Leverkusens Abwehr ernsthaft in Gefahr zu bringen. Bayers Trainer Toppmöller hatte in der Innenverteidigung neben dem Brasilianer Juan Thomas Kleine aufgeboten, der sonst in Leverkusens Regionalliga-Mannschaft spielt, allerdings auch schon zweimal in der Champions League zum Einsatz gekommen war – unter anderem bei Bayers 2:6 gegen Piräus.

Gleich der erste Eckball führte zu Inters Führungstreffer. Luigi di Biagio nutzte eine Unachtsamkeit von Hanno Balitsch zum 1:0. Die Biagio war es auch, der das 2:0 für die Mailänder erzielte. Die Leverkusener Hintermannschaft hinterließ in dieser Phase des Spiels auf dem schweren Mailänder Ackerboden keinen besonders sicheren Eindruck. Vor allem die Abseitsfalle funktionierte nur selten. Glück hatten die Leverkusener kurz vor der Pause, als Hernan Crespo völlig frei zum Kopfball kam, den Ball jedoch über die Latte setzte.

Bayer ließ sich trotzdem nicht hängen und nutzte die Nachlässigkeiten der Mailänder, die sich schon wie der sichere Sieger fühlten. In der 63. Minute traf Boris Zivkovic nach einem Eckball zum 1:2. Zu einem Punkt reichte es allerdings nicht. Bayer erhöhte zwar den Druck, geriet aber mit 1:3 in Rückstand, als Torhüter Jörg Butt eine scharfe Hereingabe ins eigene Tor lenkte. Francas Treffer zum 2:3 in der Nachspielzeit kam zu spät.

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