Sport : Zwischen Schüco und San Siro Schalke hat sich in Bielefeld warmgelaufen

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Bielefeld - Drei Tage vor dem vielleicht wichtigsten Spiel des Jahres hat der FC Schalke 04 drei wichtige Bundesliga-Punkte gesammelt und Selbstvertrauen für das Champions-League-Spiel beim AC Mailand getankt. „Ein Sieg vor solch einem Spiel beflügelt alle“, sagte Rudi Assauer. Der Schalker Manager war nach dem 1:0 in Bielefeld mit seinen Gedanken bereits in Mailand. „Dort haben wir unseren größten Erfolg errungen, ich hoffe, dass uns das wieder gelingt.“ 1997 hatte Schalke in San Siro den Uefa-Cup gewonnen.

Schalkes Spielern fällt es zuweilen schwer, vor Auftritten auf der europäischen Bühne die Konzentration für den Liga-Alltag zu bündeln. So kam der Klub trotz Bestbesetzung gegen Arminias B-Elf schwer in die Gänge. „Wir haben zu sehr in die Breite gespielt und gegen die kompakten Bielefelder die falschen Mittel gewählt“, sagte Trainer Ralf Rangnick. Er hatte sein Team in der Pause wachgerüttelt. „Ich bin es leid, immer unentschieden zu spielen“, sagte Rangnick. Zu Beginn des zweiten Durchgangs brachte er zwei frische Offensivkräfte. Mit Ebbe Sand und Gerald Asamoah sowie der Umstellung auf ein 4-4-2-System setzte der 47-Jährige Zeichen. Fortan wurden die Aktionen wurden zielstrebiger.

Nachdem der zuletzt so treffsichere Kevin Kuranyi vor 26 601 Fans in der Schüco-Arena, wie die Bielefelder Alm neuerdings heißt, mehrfach Pech im Abschluss hatte, traf schließlich Christian Poulsen. Mit seinem ersten Saisontor nach einem Freistoß von Lincoln gelang dem Dänen per Kopf der Treffer des Tages.

Der Bielefelder Trainer Thomas von Heesen, der sechs Stammspieler ersetzen musste, ärgerte sich über den Rückstand. „Es war bestimmt das zwölfte oder dreizehnte Gegentor nach einer Standardsituation“, sagte er. Zwar ließ Trainer Thomas von Heesen danach sein Team bedingungslos angreifen, doch Arminia fehlten am Samstag schlicht die spielerischen Mittel, um wenigstens den Ausgleich zu schaffen. Schalke hat dank einer kleinen Serie mit zehn Punkten aus vier Spielen den Kontakt zum Spitzentrio gehalten. Assauer sagte: „Der Sieg war sehr wichtig. Wenn man oben mitmischen will, muss man auch auswärts mal gewinnen.“ Heute fliegt der Schalke-Tross von Münster aus nach Mailand. dpa

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