Sport : Zwischen Traum und Ärger

Zweitligarelegation: KSC und Regensburg hadern.

Wenig Durchblick. Regensburgs Ziereis (hinten) und der Karlsruher Krebs. Foto: dapd
Wenig Durchblick. Regensburgs Ziereis (hinten) und der Karlsruher Krebs. Foto: dapdFoto: dapd

Regensburg - Nach dem Schlusspfiff überwanden rund 100 der 3000 mitgereisten Fans des Karlsruher SC den Zaun des Gästeblocks und stürmten auf den Platz, um ihre Mannschaft zu feiern. Karlsruhe hatte zwar auch im 16. Pflichtspiel in Folge auswärts nicht gewonnen. Doch das 1:1 (0:0) im Relegationsspiel bei Drittligist Jahn Regensburg fühlte sich dank des Ausgleichs von Pascal Groß in der 76. Minute wie ein Sieg an. „Ich bin froh, dass die Auswärtsspiele für diese Saison vorbei sind“, sagte Trainer Markus Kauczinski sichtlich erleichtert. Und ärgerte sich über die Leistung von Schiedsrichter Christian Dingert.

„Ich war sauer. Die Situation vor dem Elfmeter war ganz deutlich“, sagte Kauczinski. Dingert hatte in der 57. Minute fälschlicherweise auf Strafstoß gegen den Zweitligisten entschieden. Das überraschte selbst den angeblich von Sebastian Schiek zu Fall gebrachten Stefan Binder: „Ich hätte nicht gepfiffen. Ich bin irgendwie umgefallen“, sagte er.

Der daraufhin verwandelte Elfmeter von Selcuk Alibaz in der 58. Minute war bezeichnenderweise der erste Torschuss der Oberpfälzer. Sie hatten sich im mit 10 724 Zuschauern erstmals seit acht Jahren ausverkauften Jahnstadion auf die Defensive konzentriert und auf Konter gelauert. Dabei fühlten auch sie sich vom Schiedsrichter benachteiligt, der einen Treffer wegen Offensivfouls nicht gegeben hatte: „Ein reguläres Tor“, sagte Trainer Markus Weinzierl. Zu seiner eigenen Zukunft wollte sich der 37-Jährige, der wohl kurz vor einem Wechsel zu Bundesligist FC Augsburg steht, nicht äußern: „Das macht überhaupt keinen Sinn, dass man die ganze Zeit über mich spricht. Am Montag ist das nächste wichtige Spiel.“

Kapitän Tobias Schweinsteiger sieht Jahn dabei im psychologischen Vorteil: „Den ganzen Druck hat Karlsruhe. Sie müssen die Liga halten. Wir sind mit dem Erreichten zufrieden.“ Regensburg war mit dem Ziel Klassenerhalt in die Saison gestartet. Nun um den Aufstieg zu spielen, ist für den Bruder von Bayern-Star Bastian Schweinsteiger „ein Traum“.dapd

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben