Der Tagesspiegel : Spreewaldschifffahrt: Streit beendet

Der seit 1994 andauernde Streit um die Schifffahrt auf den Spreewaldgewässern ist zu Ende. Wie Brandenburgs Umweltstaatssekretär Friedhelm Schmitz-Jersch am Freitag in Lübbenau mitteilte, haben sich die Betroffenen auf eine Lösung geeinigt, die sowohl die Interessen des Fremdenverkehrs als auch des Naturschutzes berücksichtigt. Danach steige der Anteil der schiffbaren Fließe und es könnten bald mehr Spreewaldkanäle mit Kähnen befahren werden als vor 1990. Die Beschränkung der touristischen Nutzung aus Umweltgründen hatte seit der Wende für Unmut in der Region gesorgt. Die Einigung sieht vor, die Spreewaldfließe künftig in drei Kategorien einzuteilen: Die Gewässer der Kategorie schiffbare Landesgewässer können touristisch genutzt werden, Gewässer im Gemeingebrauch dürfen nur von Fahrzeugen bis 1,5 Tonnen Verdrängung befahren werden. Die Kategorie "eingeschränkt befahrbar" gelte für Gewässer in den Kernzonen des Biosphärenreservats.

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