Der Tagesspiegel : Sprinten, springen, stiefeln

Der perfekte Tag für Sportsfreunde: Tagesspiegel-Leser trainierten Football, Golf, Skaten – und kühlten sich im „Gletscher“ ab

Juris Lempfert,Florian Urschel

Kent Anderson sieht aus, als sei er extra für die Tagesspiegel-Leser aus dem Urlaub gekommen. Der Trainer der Footballmannschaft Berlin Adler steht mit weißem ärmellosem Hemd, kurzer Hose und Badeschlappen auf der Sportanlage Kühler Weg in Charlottenburg: Der fünfte Teil der Tagesspiegel-Serie „Der perfekte Tag“ richtete sich an die Sportsfreunde. Um zehn Uhr morgens, bei Temperaturen über 20 Grad, bietet Anderson Football-Training an. Nicht nur harte Männer wollen wissen, wie American Football funktioniert – auch zwei Frauen sind gekommen. „Ich spiele mit meinen Kumpels manchmal Football im Park, außerdem boxe ich“, sagt Jana Schliefke aus Steglitz. „Aber das Training hier ist viel härter.“ Anderson weiß, worauf es beim Football ankommt: „Schnellkraft und Wendigkeit sind am wichtigsten. Rempeln und Passen kommen erst danach.“

Und so sprinten und springen die Tagesspiegel-Leser immer wieder über den Kunstrasen, bevor sie sich auf den Gegner stürzen dürfen – der ist im Training ein dicker, grüner Pfeiler aus Schaumstoff. „Es muss richtig ,Buff‘ machen“, erklärt Anderson, „dann ist es super.“

Insgesamt waren auch zu den anderen Serienangeboten hunderte Tagesspiegel-Leser gekommen: zum Beispiel an den Wannsee. Die Kurse des Wasserski-Clubs Berlin waren sofort ausgebucht. Keiner der Teilnehmer hatte vorher schon einmal auf Wasserskiern gestanden. „Die Leute haben sich aber toll angestellt“, erzählt Claudia Schmidt vom Wasserski-Club Berlin. Wie Klaus Schneider aus Schöneberg: „Ich stand fast zehn Minuten auf den Brettern.“ Allerdings nach zehn Anläufen.

Ähnlich schwer halten sich viele Anfänger auch auf Inline-Skates. Auf dem Gelände des Inline- und Rollsportverbandes in Wilmersdorf lernten die Tagesspiegel-Leser deshalb auch zuerst das richtige Hinfallen. „Im Idealfall stürzt man auf die Knie und stützt sich sofort mit den Händen ab, damit verhindert man oft ernste Verletzungen“, erklärt Daniel Kälberer vom Skaterverband. Die Gelenke sollten aber mit Plastikschonern geschützt sein. Erfolg braucht Zeit – im Golfzentrum Mitte durchschnittlich zehn Schläge. So oft schwangen die meisten ihre Eisen erstmal knapp am Ball vorbei. Das Training half aber. Bis zu 100 Meter flogen die Bälle am Ende.

Einen Ansturm erlebte der Nordic Walking Verband. Mehr als 50 Tagesspiegel-Leser ließen sich im Grunewald das Wandern mit Skistöcken erklären. Den ganzen Nachmittag stiefelten sie die Wege auf und ab, immer auf der Suche nach dem richtigen Schwung.

Auch Popstars machen eine Menge Sport. Das bekamen Tagesspiegel-Leser in der Tanzschule von Detlef D! Soost, der die Girlie-Bands „No Angels“ und „Preluders“ trainierte, am eigenen Leib zu spüren. Seine Co-Trainerin Julie Denise hatte sich für die Leser eine spezielle Choreografie ausgedacht. Nach dem Tanzen waren alle platt. „Jetzt können sich viele vorstellen, wie sehr ein Konzert die Bands auch körperlich anstrengt“, sagt einer der Teilnehmer. Fast 30 Grad und blauer Himmel ließen einige Leser allerdings kalt – sie verbrachten ihren „perfekten Tag“ in der Indoor-Skibahn „Der Gletscher“ in Pankow.

Den nächsten und letzten „perfekten Tag“ (für Feinschmecker) gibt es am kommenden Sonnabend. Das Tagesprogramm dazu finden Sie am Donnerstag im Tagesspiegel.

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