Staatenbund : Commonwealth schließt Pakistan aus

Wegen der Aufrechterhaltung des Ausnahmezustands in Pakistan haben die Commonwealth-Staaten die Mitgliedschaft des Landes in ihrem Zusammenschluss ausgesetzt. Der pakistanische Präsident Musharraf muss Kritik vom Staatenbund einstecken - nicht zum ersten Mal.

Kampala/LondonDer Generalsekretär der Commonwealth-Gemeinschaft, Don McKinnon, zeigte sich in einer vom britischen Sender BBC übertragenen Pressekonferenz auch enttäuscht, dass Präsident Pervez Musharraf nicht seinen Posten als Armeechef aufgegeben habe. Zudem kritisierte McKinnon, dass nach Verhängung des Ausnahmezustandes am 3. November hunderte Oppositionelle inhaftiert wurden. Die Mitgliedschaft soll so lange ausgesetzt bleiben, bis in Pakistan "Demokratie und Rechtsstaatlichkeit" wiederhergestellt sei.

Pakistan war bereits 1999 nach dem Putsch von Musharraf aus dem Commonwealth ausgeschlossen worden. Seit 2004 war das islamische Land wieder Mitglied.

An diesem Freitag treffen sich die Staats- und Regierungschefs der Commonwealth-Staaten zu einem Gipfel in in der ugandischen Hauptstadt Kampala. In dem 1931 gegründeten Staatenbund sind 53 Staaten, meist frühere britische Kolonien, zusammengeschlossen. (mit dpa/AFP)