Der Tagesspiegel : Staatsanwalt: Anzeige gegen EWN wegen Atom-Abwässern

Nach einer Anzeige gegen die Energiewerke Nord (EWN) in Lubmin ermittelt die Staatsanwaltschaft Stralsund. Das Unternehmen, das am früheren Atomstandort bei Greifswald ein Zwischenlager für verstrahlte Reaktorteile betreibt, soll dem Vorwurf zufolge

Lubmin/Stralsund (dpa/mv)Nach einer Anzeige gegen die Energiewerke Nord (EWN) in Lubmin ermittelt die Staatsanwaltschaft Stralsund. Das Unternehmen, das am früheren Atomstandort bei Greifswald ein Zwischenlager für verstrahlte Reaktorteile betreibt, soll dem Vorwurf zufolge radioaktiv belastete Abwässern in den Greifswalder Bodden geleitet haben, erklärte Oberstaatsanwalt Martin Cloppenburg am Mittwoch. Wie die «Ostsee-Zeitung» (Mittwoch) berichtet, ermittelt auch die Staatsanwaltschaft Berlin in der Sache. EWN-Geschäftsführer Dieter Rittscher wies die Vorwürfe als völlig haltlos zurück. Es hätten immer gültige Genehmigungen vorgelegen.