Stadion nicht fertig : Südafrika streicht Port Elizabeth als Standort

Schlechtes Omen für die Fußball-WM 2010 in Südafrika: Das Port-Elizabeth-Stadion wurde wegen Bauverzögerungen von der Liste der Austragungsorte für den Confederations Cup im kommenden Jahr gestrichen. Der Confed Cup gilt als eine Art Generlaprobe, bei der sich zeigen soll, inwiefern Südafrika in der Lage ist, ein sportliches Großevent zu meistern.

JohannesburgWegen erheblicher Verzögerungen beim Neubau des Nelson-Mandela-Bay-Stadions hat das Nationale Organisations- Komitee (NOK) Port Elizabeth als Austragungsort gestrichen. Der Internationale Fußball-Verband (FIFA) hatte den Verantwortlichen im Mai noch eine Schonfrist eingeräumt, da die Organisatoren und die Stadt Garantien für eine fristgerechte Fertiggestellung des Arenabaus gegeben hatten.

Der NOK-Vorsitzende Irvin Khosa hatte jedoch am Dienstag bezweifelt, dass das Stadion bis spätestens Ende März 2009 voll einsatzbereit sei. Dem widersprachen die Verantwortlichen in Port Elizabeth und äußerten zugleich ihr Unverständnis für die Streichung. Man sei "definitiv in der Lage", im kommenden Jahr Gastgeber beim Confed Cup zu sein, stellte Bürgermeister Bicks Ndoni fest.

Der Confed-Cup vom 14. bis 28. Juni 2009 gilt als inoffizielle Generalprobe für die erste WM-Endrunde in Afrika, die am 11. Juni 2010 beginnt. Das Confed-Cup-Turnier soll nun in Johannesburg, Pretoria, Rustenburg und Bloemfontein ausgespielt werden. Auslosung ist am 22. November in Johannesburg. Das Turnier bestreiten die sechs Kontinentalmeister sowie Gastgeber Südafrika und Weltmeister Italien. Fifa-Präsident Sepp Blatter hatte vor kurzem erklärt, der Confed Cup sei im Falle ernster Probleme die letzte Entscheidungsstufe für etwaige Alternativpläne zum WM-Standort Südafrika. (sba/dpa)