Der Tagesspiegel : Start- und Landebahnen stehen schon fest

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Die Planer sind bereits startklar. Sie warten nur noch auf von ihnen erhoffte Freigabe durch das Bundesverwaltungsgericht, das über die zu erwartenden Klagen von Anwohnern entscheiden muss. Unverrückbar festgelegt ist die Lage der beiden Start- und Landebahnen, von denen die südliche neu gebaut werden soll. Sie wird 4000 Meter lang sein. Die vorhandene heutige Südpiste wird um 600 Meter auf 3600 Meter verlängert. Der Abstand von 1900 Meter zwischen beiden Bahnen lässt einen parallelen Flugverkehr zu. Damit reicht die Kapazität für 30 Millionen Passagiere im Jahr. Die heutige Nordpiste, bei der der Anflug über besonders viele Häuser führt, wird aufgegeben.

Festgelegt ist auch der Standort des neuen Abfertigungsgebäudes, das zwischen den Start-und Landebahnen entsteht. Zunächst soll es bis zu 20 Millionen Passagiere pro Jahr aufnehmen können. Bei Bedarf kann es durch weitere Bauten, so genannte Satelliten, erweitert werden, die unterirdisch mit dem Hauptterminal verbunden werden. Pläne, zur Verbindung eine als "Sky Walk" bezeichnete Brücke zu bauen, wurden aufgegeben. Unter dem Hauptterminal befindet sich auch der Bahnhof für den Airport-Express und für die S-Bahn.

Die Architektur des Abfertigungsgebäudes steht dagegen noch nicht fest. Die Entscheidung sollen die künftigen Betreiber treffen können, falls die Flughafengesellschaft verkauft wird. Hier fällt das Votum frühestens im Januar 2002.

Um weitgehend im Zeitplan zu bleiben, setzt die Flughafengesellschaft die für den Bau erforderliche Umsiedlung der Bewohner von Diepensee fort, ohne auf die Baugenehmigung zu warten. Der Aufsichtsrat der Berlin Brandenburg Flughafen Holding (BBF) stimmte gestern auch dem erforderlichen Grundstückskauf zu. Noch sind die Planer optimistisch, den ausgebauten Flughafen Ende 2007/Anfang 2008 in Betrieb nehmen zu können.

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