Der Tagesspiegel : Stolpe darf seine Villa behalten Jahrelanger Rechtsstreit ist zu Ende

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Potsdam. Der seit elf Jahren schwelende Rechtsstreit um die Rückübertragung der Villa von Brandenburgs Ministerpräsident Manfred Stolpe (SPD) ist jetzt endgültig beigelegt. „Die Ablehnung einer Rückgabe durch das Potsdamer Verwaltungsgericht akzeptieren wir“, sagte der Anwalt der klagenden Hamburger Familie und bestätigte damit entsprechende Presseberichte. Die Familie werde nun aber um eine Entschädigung kämpfen: „Wir wollen jetzt wenigstens aus dem Entschädigungsfonds der Bundesregierung Geld bekommen.“

   Der Streit um die Villa des Brandenburger Regierungschefs hatte im Jahr 1991 begonnen. Damals forderte die Kläger-Familie als Alteigentümerin das Haus von Stolpe zurück, da sie – so ihr Anwalt – nie entschädigt worden war. Das Gericht wies die Klage der Familie auf eine Rückübertragung jedoch Mitte April dieses Jahres zurück.

Das Ehepaar Stolpe hatte die Villa 1982 für 20 500 DDR-Mark von der Stadt Potsdam gekauft. Zuvor hatte es auf Wunsch der Familie – sie hatte 1968 die DDR verlassen – in dem 1928 errichteten Haus bereits 14 Jahre zur Miete gewohnt. Zudem ließen die Alteigentümer die Stolpes als Nutzungsberechtigte ins Grundbuch eintragen. Nach der Wende erwarben die Stolpes auch das zum Haus gehörende Grundstück. dpa

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