Der Tagesspiegel : Strecke für Transrapid festgelegt

Planer: Magnetbahn soll "Südtrasse" befahren / Umweltministerium hat Einwände POTSDAM/BERLIN (wvb).Der Transrapid soll auf der sogenannten Südtrasse durch Brandenburg fahren.Dafür hat sich die Magnetschnellbahn-Planungsgesellschaft (MPG) entschieden.Die Transrapid-Planer ziehen mit der Südtrasse eine Streckenführung vor, die Umweltminister Matthias Platzeck nach Abschluß des Raumordnungsverfahrens ausdrücklich abgelehnt hat.Darin hatten die Landesplaner festgestellt, daß die Magnetbahn besser über die sogenannte Nordtrasse entlang der Autobahn Berlin-Hamburg geführt werden solle.Umweltminister Platzeck erklärte damals, der Bau der Südtrasse über Perleberg werde zur Folge habe, daß die Siedlungsgebiete Nauen und Paulinenaue zerschnitten würden.Außerdem werde die Trasse zwischen Neustadt und der Landesgrenze mit Mecklenburg-Vorpommmern ohne jede Verbindung mit vorhandenen Verkehrswegen verlaufen und also einen zusammenhängenden Naturraum zerteilen.Davon betroffen seien mehrere Naturschutzgebiete.Ministeriumssprecher Dieter Schütte sagte, diese Einwände würden im Planfeststellungsverfahren wieder zur Sprache kommen. MPG-Sprecher Peter Jablonski hielt dagegen, man habe bei der Südtrasse "kritische Punkte" verbessert.Im Hinblick auf die Umweltverträglichkeit seien die Pläne für die südliche Streckenführung nun "näher" an den Vorteilen der Nordtrasse.Details könne er aber noch nicht nennen. Ausschlaggebend für die Festlegung gegen die Nordtrasse entlang der Autobahn war allerdings weniger die Umweltverträglichkeit.Für die Südtrasse spricht Jablonski zufolge, daß man mit dem Instandsetzungswerk in Perleberg einiges für die Erschließung der Region tue.In dem Werk sollen 80 bis 90 Arbeitsplätze entstehen. Das eigentliche Planfeststellungsverfahren, während dessen es zu gerichtlichen Auseinandersetzungen um den Transrapid kommen dürfte, soll im Februar 1998 beginnen.Anfang 1999 wolle man die Strecke zwischen den Haltepunkten Schwerin und Perleberg bauen, sagt Jablonski.Dort könne die Magnetschwebebahn ab 2002 versuchsweise fahren. Die Berliner Streckenführung bis zum Lehrter Bahnhof ist seit Wochen beschlossen.Die Magnetbahn soll in Spandau die Stadtgrenze überfahren.Dafür müssen einige Häuser abgerissen werden.

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