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Streik in Uckermark und Prignitz : In Brandenburg steht der Nahverkehr still

Die Gewerkschaft Verdi bestreikt seit heute früh zwei Nahverkehrs-Gesellschaften in Brandenburg. Weitere Betriebe werden vermutlich folgen - davon wäre auch das Baumblütenfest betroffen.

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Die Gewerkschaft Verdi pfeift zum Streik in Brandenburger Nahverkehrsbetrieben.
Die Gewerkschaft Verdi pfeift zum Streik in Brandenburger Nahverkehrsbetrieben.Foto: Patrick Seeger/dpa

Kaum ist der Bahnstreik fürs erste vorbei, steht in Brandenburg der nächste Arbeitskampf im Nahverkehr bevor: Zumindest Schüler in der Uckermark und in der Prignitz haben an diesem Morgen Probleme, mit dem Bus zur Schule zu fahren. Die Gewerkschaft Verdi hat die rund 300 Beschäftigten der Uckermärkischen Verkehrsgesellschaft und der Ostruppin-Prignitzer Nahverkehrsgesellschaft zum unbefristeten Streik aufgerufen.

Sehr wahrscheinlich werden die unbefristeten Streiks der Bus- und Straßenbahnfahrer auf ganz Brandenburg ausgeweitet. In einer Urabstimmung hatten nach Verdi-Angaben 93 Prozent der Mitglieder dafür gestimmt. Die bisherigen Tarifverhandlungen waren für gescheitert erklärt worden.

100.000 Fahrgäste wären in der Potsdamer Region betroffen

Es ist der erste Arbeitskampf dieser Art seit 1989. Allein in der Potsdamer Region wären mehr als 100 000 Fahrgäste betroffen – und auch viele Besucher des Baumblütenfestes, die mit Bussen zu den Höfen fahren. Besonders für die Obstbauern vor der Stadt wäre ein Streik in der Blütenfestwoche daher „tragisch“, sagt Bürgermeisterin Manuela Saß (CDU). „Eine andere Möglichkeit, dort rauszukommen, gibt es kaum.“

Nach Tagesspiegel-Informationen müssen sich Potsdam und sein Umland ab spätestens Donnerstag darauf einstellen, dass keine Busse und Straßenbahnen mehr fahren. Betroffen wären der Verkehrsbetrieb Potsdam (ViP) und die Beelitzer Verkehrs- und Servicegesellschaft (BVSG), die unter anderem Stahnsdorf und Werder bedient. Nicht tarifgebunden in der Region ist einzig die Verkehrsgesellschaft Belzig.

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