Der Tagesspiegel : STREIT UMS SPAREN IM ÖFFENTLICHEN DIENST

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Nicht nur über die Liste mit Sparvorschlägen wird gestritten, sondern auch über die Expertise von ViadrinaProfessor Helmut Seitz zum Stellenabbau im öffentlichen Dienst. Da hat die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ein paar „dicke Fragezeichen“ gemalt. Seitz hat, wie berichtet, die Ausgaben von Sachsen, drei westlichen Flächenländern und Brandenburg verglichen und ausgerechnet, dass Potsdam viel zu viel Geld ausgibt. Als Konsequenz daraus hat Seitz gefordert, dass im öffentlichen Dienst 15000 Stellen gestrichen werden sollen. Eine andere Studie nennt die Zahl 9300. Verdi kritisiert unter anderem, dass Seitz bei seinem Ländervergleich das Personal von Unis und Hochschulen unterschiedlich zuordne. Diese Unklarheiten müssen beseitigt werden. Das wies man im Finanzministerium zurück und kritisierte, dass Verdi keine Vorschläge zum Sparen mache. Laut Finanzministerium arbeiten 62 308 Beschäftigte im Landesdienst. Der Anteil der Personalkosten am Landeshaushalt betrage 2,3 Milliarden Euro und damit 22,8 Prozent. dpa

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