Studie : Erstmals wieder Beschäftigungszuwachs in Brandenburg

Vor allem im Dienstleistungswesen, in der Industrie und im Baugewerbe werden neue Jobs geschaffen. Die für das elfte "Betriebspanel" befragten Unternehmen rechnen auch für 2007 mit einem Beschäftigungszuwachs.

Bauarbeiter
Vor allem im Baugewerbe entstehen neue Arbeitsplätze. -Foto: ddp

PotsdamDer wirtschaftliche Aufschwung führt in Brandenburg erstmals seit mehr als zehn Jahren wieder zu einem Zuwachs an sozialversicherungspflichtigen Jobs. Das sagte Arbeitsministerin Dagmar Ziegler (SPD) in Potsdam bei der Vorstellung des elften "Betriebspanels". Nach den Ergebnissen dieser jährlichen Befragung von Firmen konzentriere sich der Beschäftigungsaufbau vorrangig auf Dienstleistungswesen, Industrie und Baugewerbe.

Insgesamt seien im vergangenen Jahr rund 25.000 neue Stellen geschaffen worden, sagte Ziegler. Bei der Hälfte handle es sich um sozialversicherungspflichtige Jobs, bei der anderen Hälfte um geringfügige Beschäftigung. Die befragten Betriebe gingen für 2007 von einem weiteren Beschäftigungsanstieg aus.

Engpässe bei gut Qualifizierten befürchtet

In Folge der anhaltenden Konjunktur könne es zunehmend Engpässe bei gut qualifizierten Arbeitskräften geben. Derzeit würden aber nur neun Prozent der Betriebe über Fachkräftemangel klagen. "Wir müssen uns darauf einstellen, dass wir gleichzeitig eine hohe Arbeitslosigkeit und einen steigenden Fachkräftebedarf haben werden", sagte Ziegler.

Bei der Beurteilung der Standortqualität im Land hoben die befragten Unternehmen vor allem die "Nähe zu Kunden" hervor. Auch das Fachkräfteangebot und die Verfügbarkeit von Gewerbeflächen wurde als gut bewertet. Das Lohnniveau spielte eine geringere Rolle. Eine überdurchschnittlich schlechte Bewertung habe es für das Preisniveau von Energie und Wasser sowie für die Nähe zu Forschungs- und Technologiezentren gegeben. (mit ddp)

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