Studio Babelsberg : Insolvenzgefahr bei Tochtergesellschaft

Die Studio Babelsberg AG in Potsdam hat den geplanten Abbau von 40 Stellen bei der Tochtergesellschaft Art Department verteidigt.

Potsdam - Durch die Umstrukturierung im Kulissenbau sei mit einem verbesserten Ergebnispotenzial der Studio Babelsberg AG für 2007 zu rechnen, teilte der Vorstand mit. Ohne den Stellenabbau bestehe zudem die Gefahr einer Insolvenz der Art Department.

Vorstandsvorsitzender Carl Woebcken verwies auf eine "allgemeine Tendenz, im Kulissenbau zukünftig vermehrt mit Subunternehmen zusammenzuarbeiten". Dadurch sei die Finanzierungsbereitschaft für die "verlustige Tochtergesellschaft stark strapaziert". Die Restrukturierung der Art Department sei bereits seit längerer Zeit geplant und aufgrund im Januar auslaufender Beschäftigungsgarantien möglich.

Ertragsstärke werde sich verbessern

Die Gefahr einer negativen Auswirkung der Restrukturierung auf die Muttergesellschaft besteht laut Woebcken nicht. Vielmehr werde sich dadurch die Ertragsstärke der Studio Babelsberg AG nachhaltig verbessern. Auch das ab 2007 gültige Anreizsystem für die deutsche Filmwirtschaft werde dazu maßgeblich beitragen. Die Studio Babelsberg AG verfüge über liquide Mittel in Höhe von mehr als acht Millionen Euro und sei schuldenfrei.

Anfang des Jahres hatte die Studio Babelsberg AG noch positive Geschäftszahlen verkündet. Für das laufende Geschäftsjahr wurde ein Umsatzwachstum von rund 20 Prozent auf 50 Millionen Euro anvisiert. Die Studios waren 2004 von Woebcken und dessen Partner Christoph Fisser übernommen worden. 2005 erzielte der Konzern einen Umsatz von 43,2 Millionen Euro. Der Überschuss nach Steuern betrug 2,6 Millionen Euro. Das Unternehmen beschäftigte Ende vergangenen Jahres 159 feste Mitarbeiter und 24 Lehrlinge. (tso/ddp)

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