Südafrika : Mehr schwarze Sportteams - Blatter lobt Südafrika

Der südafrikanischem Sportminister hat künftig das Recht, bei Kontroversen über die Zusammensetzung der Nationalteams zu bestimmen. Es soll darauf geachtet werden, dass die Teams auch das mehrheitlich schwarze Bevölkerungsprofil repräsentierten. Bei einem Besuch lobte Fifa-Präsident Joseph Blatter die Vorbereitungen für die WM 2010.

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Immer noch sind 63 Prozent Weiße in den Nationalteams Südafrikas. -Foto: ddp

JohannesburgSüdafrika will künftig nur noch Mannschaften zu internationalen Sportereignissen schicken, die mehrheitlich mit Schwarzen besetzt sind. Das zu 63 Prozent aus Weißen bestehende aktuelle Olympia-Team des Kap-Staates werde die letzte "blütenweiße" Mannschaft bei einem solchen Großereignis sein, erklärte der Vorsitzende des parlamentarischen Sportausschusses, Butana Komphela. Nach einem Bericht der Zeitung "The Mercury" sollen Teams, die nicht das mehrheitlich schwarze Bevölkerungsprofil repräsentierten, an einer Teilnahme gehindert werden. Ein neues Gesetz erlaube der Regierung, in solchen Fällen zu intervenieren.

Ein im Mai vom Parlament gebilligter Gesetzentwurf gibt dem Sportminister künftig das Recht, bei Kontroversen über die Zusammensetzung der Nationalteams zu bestimmen. Sportminister Makhenkesi Stofile hatte bei der Präsentation des Entwurfs kritisiert, es gebe auch 13 Jahre nach der demokratischen Wende vor allem in Teamsportarten und im Sportmanagement noch immer zu wenig schwarze Südafrikaner.

FIFA-Präsident Blatter lobt Südafrikaner: "Definitiv auf Kurs"

Blatter
Blatter bei einer Besichtung eines noch zu bauendes Stadion. -Foto: dpa

Fifa-Präsident Joseph Blatter hat WM-Gastgeber Südafrika für seine Vorbereitungen auf die Ausrichtung der Weltmeisterschaft 2010 in den höchsten Tönen gelobt. "Ich bin ein glücklicher Mann. Die Vorbereitung ist definitiv auf Kurs. Die Begeisterung in Südafrika ist großartig", sagte der Chef des Weltfußballverbandes zum Abschluss einer zweitägigen Inspektionsreise nach Johannesburg und Kapstadt. "Ich bin mir absolut sicher, dass wir alle gemeinsam die beste Fußball-WM aller Zeiten auf die Beine stellen werden, gerade weil sie in Afrika stattfindet."

Auf dem Programm von Blatters Reise stand unter anderem ein Treffen mit dem südafrikanischen Staatspräsidenten Thabo Mbeki und dessen Stellvertreterin Phumzile Mlambo-Ngcuka. Der Delegation des Schweizers gehörte auch Horst R. Schmidt an, der als offizieller Berater des Weltverbandes für die WM in Südafrika tätig ist. (mit dpa)