Südafrika : Streik legt öffentliches Leben lahm

Chaos am Kap der Guten Hoffnung: In Südafrika haben Zehntausende ihre Solidarität mit einem Streik im öffentlichen Dienst bekundet.

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Streikende in PretoriaFoto: AFP

KapstadtIn Südafrika haben Zehntausende bei landesweiten Demonstrationen ihre Solidarität mit einem Streik im öffentlichen Dienst bekundet. Die Polizei reagierte mit einem Großaufgebot an Sicherheitskräften. Gerichte, Behörden, Schulen und Krankenhäuser sind seit Tagen bereits durch den Ausstand der insgesamt rund eine Million Staatsdiener lahm gelegt. In Städten wie Durban stellten die Krankenwagenfahrer ihre Dienste ganz ein. Auch Bus- und Taxifahrer schlossen sich dort dem Ausstand an.

 In Kapstadt beeinträchtigten Dutzende Demonstranten vorübergehend den Afrikagipfel des dort tagenden World Economic Forum, als sie singend und tanzend durch eine für die Allgemeinheit zugängliche Passage des Konferenzzentrums zogen. In einem anderen öffentlichen Gebäude warfen sie Abfall und Müll in die Flure.

Obwohl die Tarifpartner sich bei ihren Forderungen bereits aufeinander zubewegt haben, sind die Fronten weiter verhärtet. Während der Staat 7,25 Prozent mehr Lohn bietet, fordern die Gewerkschaften 10 Prozent. Die Inflationsrate in Südafrika lag im April bei 6,3 Prozent. (mit dpa)