Süditalien : Flüchtlinge ertrinken kurz vor der Küste

Bei zwei Flüchtlingstragödien in Süditalien sind mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen. Vor der kalabrischen Küste zerbrach ein Boot mit bis zu 150 Menschen an Bord. Vor Sizilien ereignete sich das zweite Unglück.

RomVor der kalabrischen Küste ertranken sieben Einwanderer, als ihr Holzboot etwa 200 Meter vor der Küste auf eine Sandbank lief und in mehrere Teile zerbrach, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa am Sonntag. Insgesamt könnten bis zu 150 Einwanderer auf dem 30 Meter langen Boot unterwegs gewesen sein.

Bisher wurden 120 Überlebende gefunden. Jedoch sei nicht ausgeschlossen, dass das Unglück weitere Opfer gefordert habe, hieß es. Die Flüchtlinge, größtenteils Palästinenser, hatten von der Türkei aus ihre gefährliche Überfahrt angetreten. Zum Zeitpunkt des Unglücks sei das Meer sehr stürmisch gewesen, hieß es.

Das zweite Flüchtlingsdrama ereignete sich auf Sizilien. Bis zum frühen Nachmittag wurden sieben Leichen geborgen. Unklar war zunächst, wieviele Einwanderer auf dem Boot unterwegs waren. Sucheinheiten waren mit Schiffen und einem Flugzeug im Einsatz. Die Immigranten waren mit ihrem Schlauchboot bei hohen Wellen in Seenot geraten. (mit dpa)