Tarifkonflikt : Bahn bietet 3,4 Prozent

Die Deutsche Bahn hat bei den Tarifverhandlungen ein neues Angebot vorgelegt. Über einen Zeitraum von 24 Monaten sollen die Beschäftigten 3,4 Prozent mehr Gehalt bekommen. Einen separaten Tarifvertrag für die Lokführer lehnt das Unternehmen weiterhin ab.

Deutsche Bahn
Bahnchef Mehdorn steht ein harter Verhandlungstag bevor: Die Bahn bietet 3,4 Prozent mehr Gehalt, will aber keinen separaten...Foto: dpa

Berlin/Frankfurt/MainIm Tarifstreit bei der Deutsche Bahn (DB) bietet der Konzern den Beschäftigten 3,4 Prozent mehr Lohn. Der Tarifvertrag soll ab dem 1. Januar 2008 insgesamt 24 Monate laufen, erklärte die Bahn am Donnerstag in Berlin. Die Gewerkschaften Transnet und GDBA sagten zu dem Angebot, das Ende der Verhandlungen sei noch nicht erreicht.

Lokführer beharren auf eigenem Tarifvertrag

Parallel zu diesen Verhandlungen hat am Vormittag in Frankfurt ein Spitzengespräch zwischen Bahnchef Hartmut Mehdorn und dem Vorsitzenden der Lokführer-Gewerkschaft (GDL), Manfred Schell, begonnen. "Wir treffen uns zu einem guten Gespräch", sagte Mehdorn. Die Frage, ob er ein eigenes Angebot mitgebracht habe, wollte er nicht beantworten. GDL-Chef Schell sagte, seine Hoffnungen auf einen konstruktiven Dialog seien gering. Sollte die Bahn weiterhin separate Verhandlungen über einen Spartentarifvertrag für das Fahrpersonal ablehnen, bleibe nur noch ein Arbeitskampf.

Die Bahn hatte bisher zwei Erhöhungen von je zwei Prozent für 30 Monate geboten. Transnet und GDBA fordern sieben Prozent mehr Geld für 134.000 Bahn-Beschäftigte bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von zwölf Monaten. Die Lokführergewerkschaft GDL verlangt für das fahrende Personal um die 30 Prozent höhere Bezüge.

Die Gewerkschaften hatten am Donnerstag ihre Warnstreiks ausgesetzt. Die Züge fuhren wieder planmäßig. (mit dpa/AFP)