Tarifkonflikt : Bahn geht gerichtlich gegen Urabstimmung der Lokführer vor

Der Streit zwischen Bahn und Lokführer verschärft sich weiter: Die Bahn lässt per Gericht prüfen, ob die Urabstimmung für einen unbefristeten Arbeitskampf überhaupt zulässig ist.

Deutsche Bahn
Lokführer: Die GDL erwartet bei der angelaufenen Urabstimmung über unbefristete Streiks bei der Bahn eine hohe Zustimmung. -Foto: dpa

Berlin/Mainz/Frankfurt/MainIm Tarifstreit mit der Lokführergewerkschaft GDL geht die Bahn nun auch gegen die noch laufende Urabstimmung über unbefristete Streiks mit rechtlichen Mitteln vor. Beim Arbeitsgericht Mainz seien bereits eingereichte Anträge auf einstweilige Verfügungen erweitert worden, sagte ein Bahnsprecher. Damit wolle der Konzern überprüfen lassen, ob eine Urabstimmung zulässig sei, die ein unrechtmäßiges Tarifziel verfolge.

Gegen die möglichen Streiks nach Ende der Abstimmung hatte die Bahn bereits einstweilige Verfügungen in Mainz sowie bei anderen Arbeitsgerichten beantragt.

GDL bleibt unbeirrt

Die GDL setzte die laufende Urabstimmung trotz des von der Bahn beantragten Verbots fort. "Wir sehen dem Ganzen gelassen entgegen", sagte ein GDL-Sprecher. "Wir sind rechtlich auf der sicheren Seite und haben ein Recht auf einen Arbeitskampf."

Die Lokführergewerkschaft will bis zum 6. August in der Urabstimmung klären, ob nicht beamtete Lokführer für einen unbefristeten Streik sind. (mit dpa)